Mittwoch, 16. Januar 2019

Handelsstreit USA kündigen zweite Entschädigung für Farmer an

US-Landwirtschaft leidet unter Handelsstreit

Die amerikanische Landwirtschaft bekommt den Handelsstreit direkt zu spüren. Schnell war klar, dass Vergeltungszölle, die aufgrund der US-Sonderzölle auf Stahl, Alu und chinesische Produkte erhoben wurden, die Farmer in den USA treffen werden. Exporte von Fleisch, Gemüse, Getreide und Baumwolle sind in der Folge zum Teil drastisch zurückgegangen.

Im Sommer stellte US-Präsident Donald Trump schließlich Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt bis zu 12 Milliarden Dollar in Aussicht. Ab September konnten die Farmer Ausgleichszahlungen für das erste Halbjahr 2018 beantragen, nun folgt die zweite Entschädigungsrunde für das zweite Halbjahr. Insgesamt wird das Programm aller Voraussicht nach um die 9,6 Milliarden Dollar umfassen, berichten US-Medien.

Der Großteil fließt dabei als Direktzahlung. Darüber hinaus will die US-Regierung landwirtschaftliche Güter im Wert von bis zu 1,2 Milliarden Dollar aufkaufen und neue ausländische Märkte erschließen, heißt es. Entschädigungen erhalten Farmer für Sojabohnen, Weizen, Milch, Mais, Mandeln Baumwolle, Sorghum-Hirse, Schweine und Kirschen.

Sojabohnenbauern gelten dabei als diejenigen, die vom Handelsstreit besonders hart getroffen wurden, denn China ist der größte Absatzmarkt für Soja. Obwohl nun im Rahmen des "Waffenstillstands", der in der vergangenen Woche verkündet wurde, wieder Soja gekauft würde, seien die Verluste dennoch hoch, schreibt CNN. So gingen die Soja-Exporte um 97 Prozent zurück, zudem lagen die Preise im Sommer am Boden.


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Ob die Vergeltungszölle auch im kommenden Jahr weiter Bestand haben werden, ist derzeit noch unklar. Auch hat sich die US-Regierung noch nicht dazu geäußert, ob es weitere Entschädigungszahlungen plant. Forderungen nach weiteren Subventionen scheinen vorprogrammiert.

akn

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