Montag, 24. September 2018

Trump droht Deutschland, aber US-Defizit in Leistungsbilanz geringer als erwartet

Hafen von Baltimore: In der Leistungsbilanz stehen die USA besser da, als Trumps Klagen vermuten lassen

Das Defizit in der amerikanischen Leistungsbilanz ist im ersten Quartal 2017 niedriger als erwartet ausgefallen. Nach Angaben des Handelsministeriums vom Mittwoch betrug das Defizit 124,1 Milliarden US-Dollar. Volkswirte hatten mit einem Fehlbetrag von 129,0 Milliarden Dollar gerechnet.

Der Wert aus dem Vorquartal wurde von 128,2 Milliarden Dollar auf 116,1 Milliarden Dollar nach unten revidiert.

Die Leistungsbilanz umfasst einen Großteil des Austauschs einer Volkswirtschaft mit dem Ausland, darunter den Waren- und Dienstleistungsverkehr. Bezieht man die Dienstleistungen mit ein, ist das Defizit der USA gegenüber anderen Ländern wesentlich geringer. US-Präsident Donald Trump schaut aber vor allem auf die Warenbilanz.

Das Leistungsbilanzdefizit der USA ist chronisch. US-Präsident Donald Trump ist vor allem das hohe Defizit in der Warenbilanz ein Dorn im Auge. Er hat daher gegenüber China, der EU, Kanada und anderen Ländern Zölle eingeführt. Diese wollen mit Gegenmaßnahmen reagieren, die EU beginnt damit bereits Ende Juni. Experten sehen die Gefahr eines Handelskriegs.

la/dpa/reuters

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