Mittwoch, 20. Februar 2019

Venezuela vor der Pleite Maduro verkauft angeblich 15 Tonnen Gold an Emirate

Nicolas Maduro: Venezuelas Regierung geht das Geld aus. Angeblich will Maduro nun rund 30 Tonnen Gold losschlagen

Die Berichte über diskrete Gold-Exporte aus Venezuela reißen nicht ab: Venezuela verkauft nach Informationen eines Insiders 15 Tonnen Gold aus dem Bestand der Zentralbank des südamerikanischen Landes an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Mit der Maßnahme wolle der Staat dringend benötigtes Kapital einnehmen, um das Land solvent zu halten, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Donnerstag. Im Gegenzug für das Gold solle Venezuela einen Euro-Betrag in bar erhalten.

Mit der Veräußerung von drei Tonnen Gold sei bereits am 26. Januar begonnen worden. Im vergangenen Jahr hatte Venezuela Gold im Wert von 900 Millionen Dollar an die Türkei veräußert. Vor wenigen Tagen hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass eine russische Boeing am Flughafen von Caracas bereit stehe, um mit einigen Tonnen Gold aus den Beständen der Zentralbank beladen zu werden.

Goldbarren zum Verkauf: Venezuela braucht dringend Geld

Insgesamt wolle Venezuela 29 Tonnen Gold bis Februar losschlagen, verlautete weiter aus den Kreisen. Per Ende November saß das Land auf Reserven von 132 Tonnen des Edelmetalls. Bei der Notenbank war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

In Venezuela spitzte sich unterdessen der Machtkampf zwischen Präsident Nicolas Maduro und seinem Herausforderer Juan Guaido weiter zu. Guaido hatte sich vor einer Woche zum Interimspräsidenten ausgerufen. Die Staatengemeinschaft ist gespalten: Maduro wird von Russland, China und dem Nato-Mitglied Türkei unterstützt. Die USA stehen dagegen wie viele europäische Länder hinter Guaido.

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