Dienstag, 6. Dezember 2016

US-Industrieriese zieht von Fairfield nach Boston GE zieht um - in den Killer-Distrikt

Neues Headquarter: Wo Bulger mordete, ist künftig GE zuhaus
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Corbis

Der US-Industrieriese General Electric zieht um: Das Hauptquartier von GE mit rund 800 Angestellten werde von Fairfield in Connecticut nach Boston verlegt, teilte das Unternehmen mit. Für Fairfield ist es ein herber Rückschlag: GE war nicht nur der größte Steuerzahler bei der Grundsteuer, sondern sorgte auch für Kundschaft bei den zahlreichen hochpreisigen Shop- und Ladenzeilen im schicken Fairfield-Distrikt.

Für Boston bietet der Umzug von GE dagegen eine große Chance, denn General Electric zieht ausgerechnet in den berüchtigten "Bulger-Distrikt" - ein Stadtteil, in dem der berühmt-berüchtigte Schwerverbrecher James "Whitey" Bulger bis zu seiner Verhaftung im Jahr 2011 sein Unwesen trieb. Bostons Stadtverwaltung bemüht sich schon seit längerem darum, die Gegend im Seaport District weiter zu beleben und aufzuwerten: Der Umzug der US-Industrieikone GE kommt ihr dabei wie gerufen.

Der Umzug soll im Sommer beginnen und sich über mehr als ein Jahr hinziehen. Das wohlhabende Fairfield dürfte den Verlust verschmerzen - in Bostons Seaport District, dessen Bild einst von Parkplätzen und Lagerhäusern bestimmt war, haben sich auch schon zahlreiche Zulieferer von GE als neue Anwohner angemeldet. Die Gegend, in der James Bulger einst seine Konkurrenten ermorden ließ, gleicht heute einer riesigen Baustelle: Aber mit Baustellen kennt sich GE ja bestens aus.

la/reuters

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