Samstag, 23. September 2017

Saudi-Arabiens König sagt G20-Teilnahme ab König Salman mietet komplettes Hotel - und kommt nicht

Kommt nicht nach Hamburg zum G 20 Gipfel: Saudi Arabiens König Salman
AP/ Saudi Press Agency
Kommt nicht nach Hamburg zum G 20 Gipfel: Saudi Arabiens König Salman

Der saudiarabische König Salman hat seine Teilnahme am G20-Gipfel in Hamburg Ende der Woche abgesagt. Aktuelle Entwicklungen in der Katar-Krise würden den 81-Jährigen dazu zwingen, Finanzminister Mohammed al-Dschadan als Vertretung in die Hansestadt zu schicken, berichteten diplomatische Kreise der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere arabische Staaten haben Katar unter Führung Saudi-Arabiens vor vier Wochen isoliert und eine Reihe von Forderungen an das Golfemirat gestellt.

"Ich kann bestätigen, dass wir diese offizielle Mitteilung erhalten haben", sagte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag auf Anfrage. Zu den Gründen wollte sich Seibert nicht äußern.

König Salman hatte zuvor das Hamburger Luxushotel Vierjahreszeiten komplett für eine Woche für die saudi-arabische Delegation gebucht und per Vorkasse bezahlt. Nun wird Finanzminister al-Dschadan als Salmans Vertretung die Delegation anführen und die Räume im Vierjahreszeiten beziehen.

Vergangene Woche hatte bereits Brasiliens Staatspräsident Michel Temer angekündigt, dass er nicht zum Gipfel nach Hamburg reisen wird. Der mit Korruptionsvorwürfen konfrontierte Temer hatte dafür innenpolitische Gründe geltend gemacht. Der Gipfel findet am Freitag und Samstag in der Elb-Metropole statt.

Saudi-Arabien führt eine Gruppe von arabischen Staaten an, die dem Emirat Katar Unterstützung von Terroristen vorwerfen und ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Emirat gekappt haben. Die Staaten haben ein Ultimatum an Katar zur Erfüllung von 13 Forderungen bis Mittwoch verlängert.

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