Dienstag, 20. November 2018

Donald Trumps peinlicher Tweet Uups, eine Null zu viel!!

Na und? Eine Null mehr oder weniger!

US-Präsident Donald Trump twittert viel. Nicht selten verbreitet er dabei Unwahrheiten. Jetzt ist ihm ein besonders peinlicher Fehler unterlaufen.

US-Präsident Donald Trump hat sich von seinem Wirtschaftsberater Kevin Hassett für einen fehlerhaften Tweet korrigieren lassen müssen. Trump hatte am Montag getwittert, die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts in den USA sei erstmals seit mehr als 100 Jahren höher als die Arbeitslosenquote. Bei einer Pressekonferenz des Weißen Hauses am Montagnachmittag (Ortszeit) räumte Hassett auf Nachfrage ein, dies sei nicht zutreffend. Trump habe bei der Jahreszahl eine Null zu viel hinzugefügt. "Sie müssen den Präsidenten fragen, wo diese Zahl herkommt", sagte er. "Die korrekte Zahl lautet zehn Jahre."

Das Weiße Haus sei immer dankbar für Hinweise auf Fehler bei den eigenen Angaben, sagte Hassett. Näher wollte er sich zu dem Fehler seines Chefs aber nicht äußern. Hassett, der Vorsitzender des Rates der Wirtschaftsberater ist, fügte hinzu: "Ich bin nicht der Vorsitzende des Rates der Twitter-Berater."

Trump war in der Vergangenheit wiederholt nachgewiesen worden, dass er per Twitter Unwahrheiten verbreitete. Im Juni zum Beispiel hatte er in einem Tweet behauptet, die Kriminalität in Deutschland sei durch die Flüchtlingskrise insgesamt deutlich gestiegen. Tatsächlich ist die Zahl der Straftaten in Deutschland zwischen 2014 und 2017 jedoch gesunken.

Gern auch führt Trump, dessen Partei bei den kommenden wichtigen Midterm-Wahlen eine empfindliche Schlappe droht, positive Entwicklungen der US-Wirtschaft auf seine besonderen Verdienste seiner bis dato kurzen Amtszeit zurück. Doch auch da hagelt in einer aufgebrachten Twitter-Gemeinde (klicken Sie auf den Tweet oben) - Korrekturen und Richtigstellungen. Sei es nun, dass man das Augenmerk auf die Entwicklung des US-Arbeitsmarkts oder der Aktienmärkte legt.

Dass sich der breitere Aktienmarkt (S&P 500) als auch der Dow Jones Börsen-Chart zeigen seit den Wahlen am 8. November 2016 deutlich verbessert haben, ist indes unbestritten - auch wenn es nicht ganz jene von Trump kolportierten 50 Prozent sind. Richtig ist auch: Schon Ende 2016 lief die Wirtschaft nicht schlecht - Trump heizte dann die Aktienkurse mit Versprechungen großer Steuererleichterungen für die Konzerne an.

rei mit dpa

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