Montag, 20. November 2017

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Produktionsindex fällt Kampf gegen den Smog bremst Chinas Wirtschaft

Menschen gehen durch den Smog in Peking

Die Luftverschmutzung wird für Chinas Wirtschaft zum ernsten Problem. Ein wichtiger Produktionsindex zeigt ein Abkühlen des Wirtschaftswachstums - als ein Grund gelten Kosten der Industrie im Kampf gegen Smog.

In China mehren sich die Anzeichen für eine Abkühlung des Wirtschaftswachstums. Die Industrie leidet offenbar stark unter dem nötig gewordenen stärkeren Umweltschutz. Der von den Analysehäusern Caixin und Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stagnierte im Oktober bei 51 Punkten. Zugleich fiel der Index für die Produktion trotz eines leichten Anziehens der Aufträge aus dem In- und Ausland auf 50,8 Zähler von 52,1 Punkten im September.

Damit sank der Produktionsindex auf den tiefsten Stand seit vier Monaten und blieb nur knapp über der Marke von 50 Punkten, ab der das Barometer Wachstum signalisiert. Experten führten dies auch auf verschärfte Auflagen gegen Luftverschmutzung zurück. Diese führten dazu, dass einige Betriebe ihre Produktion drosselten.

Erst kürzlich hatte sich der amtliche Einkaufsmanagerindex, der stärker die großen Unternehmen abbildet, überraschend kräftig um 0,8 auf 51,6 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten abgeschwächt. Das Barometer hielt sich aber den 15. Monat in Folge über der 50-Punkte-Marke.

Die chinesische Wirtschaft war in den ersten neun Monaten des Jahres mit 6,9 Prozent überraschend kräftig gewachsen. Sie profitierte von staatlichen Infrastrukturprojekten, einem stabilen Immobilienmarkt, höheren Absatzpreisen und einem anziehenden Export. Der Kampf gegen den Winter-Smog schürt allerdings Sorgen vor einer Konjunkturabschwächung zum Jahresende.

gni / Spon

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