Mittwoch, 24. Oktober 2018

Hoffnung auf Entspannung im Handelskonflikt China verspricht niedrigere Zölle für Autos

Ein Bild aus besseren Zeiten: Wie ernst es Chinas Präsident Xi Jinping (l.) mit seiner Ankündigung meint, Handelsungleichgewichte abzubauen, muss sich noch erweisen, glaubt nicht nur US-Präsident Donald Trump

China verspricht, seine Wirtschaft weiter zu öffnen und Beschränkungen für Beteiligungen zu lockern. Zugleich werde der Importzoll von 25 Prozent für Autos sinken, sagte Staats- und Parteichef Xi Jinping. Aussagen in diese Richtung hatte es in der Vergangenheit schon öfter gegeben. Viele US-Unternehmen bleiben skeptisch.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat eine weitere Öffnung seines Landes versprochen. Vor dem Hintergrund des eskalierenden Handelskonflikt mit den USA stellte der Präsident am Dienstag in einer Rede auf dem asiatischen Wirtschaftsforum in Bo'ao in Südchina geringere Zölle auf Autoimporte, mehr Marktzugang und bessere Investitionsbedingungen in Aussicht. Der Finanzsektor soll weiter geöffnet und Beschränkungen für Beteiligungen ausländischer Firmen insbesondere in der Autoindustrie gelockert werden.

Die Einfuhrzölle auf Autos, die gegenwärtig 25 Prozent ausmachen, sollen noch in diesem Jahr "bedeutend" gesenkt werden, kündigte Xi Jinping an. China suche keine Handelsüberschüsse, sondern wolle die Importe steigern. Auf den Handelsstreit mit den USA ging Chinas Präsident in seiner Rede nicht direkt ein. Wird umgekehrt zum Beispiel ein Auto in die USA eingeführt wird, erheben die USA einen Importzoll von 2,5 Prozent.

"Chinas Tore der Öffnungspolitik werden nicht geschlossen, sondern nur noch weiter aufgestoßen", sagte Xi Jinping auf der Konferenz, die als das asiatische Gegenstück zum Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos gilt. China verfolge eine stärkere Verbundenheit mit dem Rest der Welt und wolle eine Globalisierung fördern, die offen und vorteilhaft für alle sei.

"Wir werden den Marktzugang bedeutend ausweiten"

"Wir werden den Marktzugang bedeutend ausweiten", versprach Xi Jinping. Er wiederholte frühere Ankündigungen, dass der Anteil ausländischer Investitionen in Banken, Wertpapierfirmen und Versicherungen in diesem Jahr ausgeweitet wird. Beschränkungen sollen gelockert und mögliche Geschäftsfelder ausgeweitet werden.

Bestehende Schranken für ausländische Beteiligungen in der Auto-, Schiffs- und Flugzeugindustrie sollen ebenfalls "so schnell wie möglich" gelockert werden, sagte Xi Jinping. Er hob besonders die Autoindustrie hervor. Ausländische Autobauer müssen heute Joint Ventures mit chinesischen Unternehmen eingehen, wenn sie in China produzieren wollen. Details zu einer Öffnung der noch stärker verschlossenen Schiffs- und Flugzeugindustrie, die China als strategisch wichtige Sektoren ansieht, nannte der Präsident nicht.


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Vor dem Hintergrund der Vorwürfe der USA über den Diebstahl von Technologie versprach Xi Jinping einen besseren Schutz des geistigen Eigentums. Insgesamt sollten die Bedingungen für ausländische Unternehmen verbessert werden. Solche Zusagen, die Chinas Regierung seit Jahren macht, stoßen bei ausländischen Firmen aber auf Skepsis.

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