Samstag, 23. März 2019

Extrem hohe Lebensmittelpreise Argentiniens Inflationsrate steigt auf knapp 50 Prozent

Argentiniens Präsident Mauricio Macri muss das enorme Staatsdefizit in den Griff bekommen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern

Die Inflationsrate in Argentinien ist auf 47,6 Prozent geklettert. Vor allem die Preise für Lebensmittel und Transport erhöhten sich im vergangenen Jahr deutlich, wie die nationale Statistikbehörde (Indec) am Dienstag mitteilte.

Die Teuerungsrate in dem südamerikanischen Land ist eine der höchsten der Welt. Zuletzt waren die Preise binnen Jahresfrist 1991 so stark gestiegen. Für 2019 rechnet die Regierung mit einer Inflationsrate von rund 23 Prozent.

Im vergangenen Jahr war Argentinien wirtschaftlich erheblich unter Druck geraten. Präsident Mauricio Macri ist es bislang nicht gelungen, das enorme Staatsdefizit zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu steigern. Als wegen der Zinserhöhungen in den USA viele Anleger ihr Kapital aus den Schwellenländern abzogen, geriet die argentinische Wirtschaft ins Trudeln.


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Der Dollar verteuerte sich gegenüber dem Peso um vergangenen Jahr um gut 100 Prozent, das war die stärkste Abwertung der Landeswährung seit 2002. Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten räumte der Internationale Währungsfonds (IWF) Argentinien Finanzhilfen in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar ein.

mg/dpa-afx

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