Montag, 11. Dezember 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Italienischer Wahlsieger Grillo sieht Italien außerhalb der Euro-Zone

Wahlsieger Beppe Grillo: "De facto ist Italien doch schon aus dem Euro raus"

Diplomatie gehört nicht zum Repertoire des Ex-Komikers Beppe Grillo: In einem Interview erklärte der italienische Wahlsieger, dass sein Land de facto aus dem Euro raus sei. Der Euro-Skeptiker bleibt weiterhin bei seiner Politik der totalen Blockade.

Berlin - Der Überraschungssieger der italienischen Parlamentswahl, Beppe Grillo, glaubt nach eigenen Worten nicht an einen Verbleib seines Landes in der Euro-Zone. "De facto ist Italien doch schon aus dem Euro raus", sagte der Chef der Bewegung "Fünf Sterne" in einem Interview dem "Handelsblatt".

Er gehe davon aus, dass auch die nordeuropäischen Staaten Italien nur so lange halten würden, bis sie die Investitionen ihrer Banken in italienische Staatsanleihen hereingeholt hätten. "Dann werden sie uns fallen lassen wie eine heiße Kartoffel."

Der frühere Komiker Grillo ist als Euro-Skeptiker bekannt. Seine Bewegung wurde bei der Parlamentswahl die stärkste Einzelpartei und könnte für die Bildung einer Regierung entscheidend sein. Grillo will aber die traditionellen Parteien nicht unterstützen und lehnt auch eine neue Regierung aus Fachleuten ab.

wed/rtr

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH