Samstag, 4. Juli 2015

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Bank of Japan Kuroda soll Chef werden - Märkte feiern

Hoffnungsträger der Finanzmärkte: Haruito Kuroda soll die Bank of Japan führen

Die Nachricht löst an den Börsen Freudenstimmung aus: Noch in dieser Woche soll Haruito Kuroda für den Vorsitz der Bank of Japan auserwählt werden. Der jetzige Chef der Asiatischen Entwicklungsbank gilt als entschiedener Bekämpfer der Deflation.

Tokio - Der bisherige Chef der Asiatischen Entwicklungsbank, Haruito Kuroda, soll neuer Chef der japanischen Notenbank werden. Die Personalie solle noch in dieser Woche dem Parlament zur Zustimmung vorgelegt werden, hieß es laut der Nachrichtenagentur Reuters in mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.

Mit Kuroda scheint eine noch stärkere Lockerung der japanischen Geldpolitik wahrscheinlich. Er ist wie Ministerpräsident Shinzo Abe Befürworter einer solchen Politik. Bereits während seiner Amtszeit als früherer Vize-Finanzminister Japans intervenierte er aggressiv am Devisenmarkt, um den Yen Börsen-Chart zeigen zu schwächen und damit Japans exportlastige Wirtschaft zu stützen.

Der Markt reagierte positiv auf die sich abzeichnende Nominierung Kurodas. Die japanische Währung fiel auf den niedrigsten Stand seit 33 Monaten. Am Aktienmarkt kletterte der Nikkei Börsen-Chart zeigen auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren. Wie eine mit den Überlegungen der Regierung vertraute Person weiter sagte, soll Kikuo Iwata, der sich für ungewöhnliche Schritte zur Lockerung der Geldpolitik stark macht, als ein Stellvertreter von Kuroda nominiert werden. Iwata sagte vor Journalisten, ihm sei der Posten angeboten worden und er wolle annehmen.

Zuletzt hatte Ministerpräsident Abe die Nominierung des neuen Notenbankchefs aufgeschoben und damit Spekulationen über Differenzen in der Regierung ausgelöst. Die Nachfolge an der Spitze der Notenbank wird nötig, da der gemäßigte Zentralbankchef Masaaki Shirakawa am 19. März abtritt.

nis/rtr

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