Donnerstag, 3. September 2015

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Großbritannien Cameron stellt sich gegen Europa als politische Union

Vorteilsfischer: Die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft nehmen Cameron und Großbritannien gerne mit - doch in die Pflicht nehmen lassen will man sich nicht
WEF/swiss-image.ch
Vorteilsfischer: Die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft nehmen Cameron und Großbritannien gerne mit - doch in die Pflicht nehmen lassen will man sich nicht

Großbritanniens Premier David Cameron hat seine Ablehnung einer weitgehend politisch integrierten Europäischen Union bekräftigt. "Wenn wir sagen, Europa müsse eine politische Union werden, also mehr als ein einziges Land Europa, dann kann ich dem nicht zustimmen", sagte Cameron in Davos.

London - Er denke, dass die Länder Europas ihre Souveränität, die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, nicht aufgeben wollten, sagte Cameron am Donnerstag während des Wirtschaftsforums in Davos.

"Wenn man diese Länder in eine zentralisierte Europäische Union hineinquetschen will, dann wäre das ein großer Fehler. Großbritannien möchte dann nicht dazugehören", betonte Cameron in der Podiumsdiskussion nach seiner Rede vor der WEF-Jahrestagung.

Wenn es allerdings lediglich um einen stärkeren politischen gemeinsamen Willen gehe, zusammenzuarbeiten und gemeinsam mehr zu leisten, dann sei Großbritannien dabei. Er nannte als Beispiel gemeinsame politische Beschlüsse zum Vorgehen gegenüber dem Iran oder Syrien. "Aber ein zentralistisches Europa - nicht für mich, nicht für Großbritannien", sagte Cameron.

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