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21.01.2013
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Neuer Eurogruppen-Chef
Dijsselbloem sieht mehr Vertrauen für Euro

Neuer Eurogruppenchef Dijsselbloem: "Es scheint ein neue Basis zu geben für Vertrauen in den Euro"
DPA

Neuer Eurogruppenchef Dijsselbloem: "Es scheint ein neue Basis zu geben für Vertrauen in den Euro"

Der künftige Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem glaubt an eine Beruhigung der Märkte: Er sieht Anzeichen dafür, dass das Vertrauen in die Eurozone und die Gemeinschaftswährung wieder stärker wird. Einer seiner Schwerpunkte wird die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Brüssel - Nach jahrelangen Turbulenzen wegen der Schuldenkrise sieht der künftige Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem Anzeichen für eine Beruhigung. "Es scheint ein neue Basis zu geben für Vertrauen in den Euro und die Eurozone", sagte der niederländische Finanzminister in Brüssel vor Beratungen mit seinen europäischen Amtskollegen.

Dijsselbloem ist einziger Kandidat für die Nachfolge des Luxemburgers Jean-Claude Juncker an der Eurogruppen-Spitze. Dijsselbloem sagte dazu, er werde der Runde sein Arbeitsprogramm präsentieren. "Ich hoffe, dass mir die Kollegen ihr Vertrauen geben werden." Laut Diplomaten soll der Sozialdemokrat am Abend ernannt werden.

Zudem sagt Dijsselbloem der Massenarbeitslosigkeit wegen der Euro-Krise den Kampf an. In einem Brief schrieb der niederländische Finanzminister, die Euro-Länder sollten den Schwerpunkt stärker auf nachhaltiges Wirtschaftswachstum legen.

"Unabdingbar, die sozialen Folgen der Krise anzugehen"

In dem sechsseitigen Schreiben an seine Ministerkollegen legte Dijsselbloem die Schwerpunkte für seine Arbeit dar; darauf hatte Moscovici im Vorfeld der Wahl gedrungen. Darin hieß es: "Es ist unabdingbar, dass wir Jobs und Wirtschaft durch wachstumsfördernde Strukturreformen anschieben, unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern sowie die Arbeitslosigkeit und die sozialen Folgen der Krise angehen."

Es sei Zeit, den Fokus vom Krisenmanagement hin zu einer vernünftigen mittelfristigen Politik zu verschieben. Zugleich stellte er sich aber hinter die Strukturreformen, die in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien Rekordstände bei der Arbeitslosigkeit zur Folge haben.

Mit der Ernennung des 46-jährigen Agrar-Ökonomen wollten die 17 Euro-Minister einen Schlussstrich unter ihre monatelange Debatte über einen geeigneten Nachfolger für Juncker ziehen. Dijsselbloem ist erst seit sechs Wochen Finanzminister.

In seiner Heimat hatte sich der Sozialdemokrat vor allem als Bildungspolitiker einen Namen gemacht. Der Vorsitzende der Euro-Finanzminister ist eine Schlüsselfigur im Kampf gegen die Krise. Zeitweise waren auch Schäuble und sein französischer Kollege Pierre Moscovici im Gespräch, beide waren aber politische nicht durchsetzbar.

wed/dpa-afx/rtr

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