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21.01.2013
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Euro-Schuldenkrise
Schäuble bremst bei Zypern-Hilfen

Die Zentralbank Zyperns muss weiterhin um mögliche Hilfsgelder aus der EU zittern
dapd

Die Zentralbank Zyperns muss weiterhin um mögliche Hilfsgelder aus der EU zittern

Die Euro-Finanzminister erhalten heute von der Geldgeber-Troika aktuelle Informationen über Zypern. Wolfgang Schäuble hat weiterhin massive Vorbehalte gegen das geplante Hilfspaket. Vor März dürfte eine Entscheidung darüber nicht fallen.

Brüssel/Berlin Die Euro-Kassenhüter werden bei ihrer Abendsitzung von der Geldgeber-"Troika" aktuelle Informationen über die Lage in Zypern erhalten. "Von der Troika erwarten wir uns mehr als einen ersten Einblick in die Gesamtmaterie", sagte der scheidende Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Brüssel.

Er bekräftigte eine frühere eigene Einschätzung, wonach erst im März mit einer Abmachung über ein Hilfsprogramm für den Inselstaat zu rechnen sei. Nikosia braucht nach bisherigen Schätzungen rund 17,5 Milliarden Euro Finanzhilfe. Der Bankensektor des kleinen Landes ist schwer von der Griechenland-Krise getroffen.

Die Kassenhüter wollen bei ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr auch einen neuen Vorsitzenden benennen. Der Niederländer Jeroen Dijsselbloem ist bisher einziger Kandidat für die Nachfolge Junckers. Aus Frankreich waren in der vergangenen Wochen noch Bedenken der letzten Minute gekommen. "Ich glaube nicht, dass es da unüberwindbare Probleme gibt. Es geht alles seinen Lauf", meinte der luxemburgische Premier vor Journalisten.

Große Vorbehalte der Bundesregierung

Innerhalb der deutschen Bundesregierung gibt es starke Vorbehalte gegen das geplante Hilfspaket für das hoch verschuldete Euroland Zypern. Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte der "Süddeutschen Zeitung", bisher sei noch nicht einmal gewiss, "ob durch die Probleme in Zypern die Eurozone insgesamt in Gefahr ist". Das sei aber "eine der Voraussetzungen dafür, dass überhaupt Geld aus dem Euro-Rettungsfonds fließen" könne. "Wir sind noch lange nicht so weit, dass wir über ein Hilfspaket entscheiden könnten", sagte Schäuble.

Zurückhaltend äußerte sich der Finanzminister zu Vorwürfen der Geldschwäche über die Banken des angeschlagenen Eurolands. Es sei zwar richtig, dass "erstaunlich viel Geld russischer Bürger über zyprische Konten wieder nach Russland zurückfließt." Belege, dass sich dahinter Geldwäsche verbirgt, gebe es aber bisher nicht, sagte Schäuble. "Ich kann als Finanzminister nicht seriöse Politik auf der Basis von Mutmaßungen betreiben", so Schäuble. Immerhin räumte er ein, dass es richtig sei, "dass der Bankensektor in Zypern - gemessen an der Wirtschaftskraft des Landes - auffällig überdimensioniert ist".

Zypern benötigt nach eigenem Bekunden Kredite der Euro-Partner in einem Umfang von 17,5 Milliarden Euro. Die Summe entspricht beinahe der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Allein zwölf Milliarden Euro sollen zur Stützung des maroden Bankensektors verwendet werden.

wed/dpa-afx/rtr

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