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10.01.2013
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Börsenumsätze
Elf EU-Staaten wollen Finanzsteuer erheben

Börse Paris: Finanztransaktionssteuer bereits eingeführt
Reuters

Börse Paris: Finanztransaktionssteuer bereits eingeführt

Staatshaushalten soll diese Steuer Milliarden bringen, Kritiker befürchten durch sie noch mehr Jobverluste in Europa. Doch sie scheint zu kommen: Nach Medieninformationen wollen elf EU-Staaten Ende Januar die Finanztransaktionssteuer einführen, obwohl wichtige EU-Länder abwinken.

Berlin - Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in einigen EU-Staaten kommt laut einem Pressebericht voran. Die neue Steuer solle beim Treffen der EU-Finanzminister am 12. Februar beschlossen werden, berichtete das "Handelsblatt". Mindestens elf EU-Staaten würden der Steuer zustimmen, hieß es.

Eigentlich sollte der Beschuss bereits bei der Sitzung der EU-Finanzminister am 22. Januar gefasst werden, berichtete die Zeitung. Doch Deutschland und Frankreich hätten den Kreisen zufolge eine Verschiebung durchgesetzt. Der Grund: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein französischer Amtskollege Pierre Moscovici würden am 22. Januar nicht in Brüssel sein, sondern an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Elysée-Vertrags in Berlin teilnehmen.

Deutschland und Frankreich haben die Börsensteuer maßgeblich vorangetrieben. Schäuble und Moscovici wollen laut "Handelsblatt" bei der Abstimmung auch deshalb persönlich anwesend sein, um sicherzustellen, dass kein Unterstützer umfällt.

Einige EU-Staaten, vor allem Großbritannien und Schweden, lehnen die Finanztransaktionssteuer vehement ab. Sie soll deshalb im Rahmen der "verstärkten Zusammenarbeit" nur in den Ländern eingeführt werden, die dies wollen. Dafür sind mindestens neun Staaten notwendig. Möglicherweise könnte die Koalition der elf willigen Länder aber noch größer werden, schrieb die Zeitung weiter.

kst/dpa-afx

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