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08.01.2013
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US-Bilanzsaison
Banken als Hoffnungsträger, Zittern um Tech-Titel

Von Markus Gärtner

Börse an der Wall Street: Nach Börsenschluss wird der Aluminiumhersteller Alcoa den Startschuss für die Bilanzrunde geben
AFP

Börse an der Wall Street: Nach Börsenschluss wird der Aluminiumhersteller Alcoa den Startschuss für die Bilanzrunde geben

Alcoa eröffnet heute die US-Bilanzsaison. Anleger erwarten steigende Gewinne, vor allem bei Finanzfirmen. Können die Konzerne die politische Lähmung in Washington ausgleichen? Investoren setzen darauf - doch viele Firmen sind im Zangengriff.

Vancouver - Hoffnungen für die neue Bilanzrunde auf der einen Seite, ein weiteres Verhandlungsdrama in Washington auf der anderen Seite. In den Augen der Börsianer erlebt die Wall Street ab heute ein Duell, dessen Ausgang nicht nur die Aktienkurse, sondern die gesamte US-Wirtschaft bewegen dürfte.

Nach Börsenschluss in New York wird der Aluminiumhersteller Alcoa Chart zeigen den Startschuss für die Bilanzrunde zum 4. Quartal 2012 geben. Same Procedure as every year, könnte man sagen. Aber diesmal geht es um mehr. Mit dem vierten Quartal geht nicht nur das Jahr 2012 insgesamt zu Ende. Im vierten Quartal mussten Amerikas Wirtschaftskapitäne auch mit ansehen, wie sich Kongress und Weißes Haus erneut in einem lähmenden politischen Patt verfingen. Dies schlug selbst den erfahrensten CEOs aufs Gemüt.

Die Pessimisten verweisen vor der neuen Bilanzrunde auf die drastisch gesunkenen Gewinnerwartungen. Die Prognosen für den durchschnittlichen Gewinnanstieg je Aktie im S&P 500 wurden innerhalb von nur drei Monaten scharf gedrosselt: Von satten 9,2 Prozent sind sie auf magere 2,7 Prozent Gewinnanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal zusammengeschrumpft.

Jedoch: Im Gegensatz zum schwachen dritten Quartal dürfte die Mehrzahl der US-Unternehmen diesmal überhaupt wieder Gewinnsteigerungen vermelden. Und die Erwartungen an das Gewinnplus sind inzwischen wieder so weit heruntergekommen, dass es die eine oder andere positive Überraschung geben könnte. Die Messlatte hängt nicht allzu hoch.

Sturm "Sandy" und politische Lähmung haben US-Firmen zugesetzt

Doch es gibt noch einige Unsicherheiten: Zum Beispiel der Monstersturm Sandy, dessen Zerstörungswut viele Firmen im hoch industrialisierten Nordosten der USA bislang noch nicht genau beziffert haben. Dazu kommt noch der Effekt des lähmenden Dramas um die Sparverhandlungen in Washington. Der Schuldenpoker hat der Investitionsbereitschaft vieler Topmanager geschadet.

Das Gezerre zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress in Washington drückt den Finanzmärkten schon seit Monaten aufs Gemüt. In der US-Bundeshauptstadt stimmte der Senat am 1. Januar einem Kompromiss zu, den viele in Amerika als schlecht getarnte Mogelpackung bezeichnen: 80 Prozent der amerikanischen Haushalte mit einem Jahreseinkommen zwischen 50.000 und 200.000 Dollar werden auf Basis dieses Deals 2013 mehr Steuern zahlen.

Das ist eine Belastung der US-Konsumenten. Und es ist ein Bleigewicht an den Gewinnzahlen der kommenden Quartale.

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