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22.12.2012
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Euro-Krisenland
Neuwahlen in Italien Ende Februar

Börsenschreck Berlusconi: Der Reformer Mario Monti hatte Vertrauen zurückgewonnen. Nun fürchten Investoren ein Comeback des Cavaliere
REUTERS

Börsenschreck Berlusconi: Der Reformer Mario Monti hatte Vertrauen zurückgewonnen. Nun fürchten Investoren ein Comeback des Cavaliere

Das hoch verschuldete Italien wählt Ende Februar ein neues Parlament. Einen Tag nach dem Rücktritt von Regierungschef Monti ebnete der italienische Staatspräsident Napolitano dafür den Weg. Die Finanzmärkte befürchten ein Comeback Berlusconis - doch auch Reformer Monti könnte erneut ins Rennen gehen.

Rom - Zuletzt wurde der 24. Februar als Termin für Neuwahlen genannt. Ursprünglich hatte im März oder April gewählt werden sollen.

Der 69-Jährige parteilose Reformer Monti könnte an der Spitze einer Koalition der Mitte ins Rennen gehen und somit gegen seinen Vorgänger Silvio Berlusconi (76) sowie gegen die Mitte-Links-Kräfte antreten. Mit im Boot als Verbündete Montis könnten dann auch Ferrari-Boss Luca Cordero di Montezemolo sowie Abweichler aus Berlusconis konservativem Lager und Christdemokraten sein.

Maurizio Gasparri, Senatsfraktionschef von Berlusconis Partei PdL (Volk der Freiheit), sagte beim Treffen mit dem Staatspräsidenten, Monti müsse im bevorstehenden Wahlkampf neutral bleiben. Es beginne eine heikle Phase. Ähnlich äußerte sich sein PdL-Amtskollege im Abgeordnetenhaus, Fabrizio Cicchitto.

Monti vermisst Mehrheit für nötige Reformen

Vertreter der Mitte-Links-Partei PD (Demokratische Partei) dankten Monti für seine Anstrengungen. In Italien könne nun eine neue Phase beginnen, eine, "in der die, die mehr haben, mehr zahlen, und die, die weniger haben, weniger zahlen".

Der Wirtschaftsprofessor Monti hatte am Freitagabend nach 13 Monaten im Amt seinen Rücktritt erklärt. Für seine Reformpolitik, mit der er das Euro-Land aus der Schuldenkrise führen wollte, fehle ihm die Mehrheit, sagte er. Berlusconis PdL hatte ihm zuvor die Unterstützung entzogen.

Berlusconi hält sich Comeback offen

Berlusconis zerstrittene Partei liegt in Umfragen seit langem nur noch an dritter Stelle. Am stärksten ist danach mit Abstand die Demokratische Partei von Pier Luigi Bersani vor der populistischen Internet-Bewegung "Fünf Sterne" des Komikers Beppe Grillo. Große Teile der PdL waren gegen Berlusconis Kandidatur. Ob der dreimalige italienische Regierungschef tatsächlich noch einmal antritt, war zuletzt unklar.

Monti gilt in jeder Hinsicht als Anti-Berlusconi. Ihm gelang an der Spitze eines sogenannten Expertenkabinetts, Italien ein Stück weit auf Vordermann zu bringen. Mit einer harten Spar- und Steuerpolitik beruhigte er die Finanzmärkte und verschaffte dem Land international neues Vertrauen. Allerdings schoss die Arbeitslosigkeit gerade der jungen Generation auf einen Rekordwert von 36,5 Prozent, und die Konjunktur schwächelte

la/dpa/dapd

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Rücktritt als Regierungschef: Reformer Mario Monti
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Rücktritt als Regierungschef: Reformer Mario Monti










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