Montag, 27. April 2015

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Milliardenrettung Madrid legt Antrag auf Bankenhilfe vor

Hilfsbedürftig: Spanien will 39,5 Milliarden Euro für die Bankenrettung

Spanien hat bei der Europäischen Union nun auch offiziell Hilfskredite in Höhe von 39,5 Milliarden Euro für die Sanierung maroder Banken beantragt. Der Löwenanteil soll an mittlerweile verstaatlichte Banken gehen.

Madrid/Brüssel - Das Volumen entspricht gut einem Drittel der Summe von 100 Milliarden Euro, die die EU Spanien an Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor in Aussicht gestellt hatte.

Rund 37,0 Milliarden Euro sollen für die vier verstaatlichten Geldhäuser bestimmt sein. Die Hilfsgelder gehen den Angaben zufolge an die BFA-Bankia, Catalunya Banc, NCG Banco und Banco de Valencia. 2,5 Milliarden Euro sollen an die geplante "Bad Bank" gehen, die die faulen Immobilienkredite der spanischen Geldinstitute abwickeln soll.

Die EU-Kommission hatte in der vorigen Woche den Sanierungsplan der spanischen Regierung für die Geldhäuser gebilligt. Danach müssen die Banken künftig zahlreiche Filialen schließen, Tausende von Mitarbeitern entlassen und sich aus dem Immobiliengeschäft zurückziehen.

Nach Angaben des Ministeriums wird erwartet, dass der EU-Rettungsfonds die Gelder Mitte kommender Woche an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob überweist und dass die Finanzminister der Euro-Zone dem Antrag noch im Laufe des Tages zustimmen. Als Reaktion auf die Ankündigung legten Aktien in Europa zu und der Euro stieg zum Dollar.

mihec/rtr/dpa-afx

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