Japanmanager magazin RSS  - Japan

Alle Artikel und Hintergründe


30.11.2012
Twitter GooglePlus Facebook

Neues Konjunkturpaket
Elf Milliarden Euro für Japans Wirtschaft

Geschäftsviertel Ginza in Tokio: Die Einzelhandelsumsätze schrumpfen weiter
Getty Images

Geschäftsviertel Ginza in Tokio: Die Einzelhandelsumsätze schrumpfen weiter

Die japanische Regierung kämpft mit einer milliardenschweren Konjunkturspritze gegen eine drohende Rezession und ihre Abwahl. Es ist bereits das zweite derartige Programm in zwei Monaten. Die Industrie des Landes zeigt erste Signale der Erholung.

Tokio - Das vom Kabinett am Freitag abgesegnete Konjunkturpaket - das zweite innerhalb von zwei Monaten - hat ein Volumen von rund 1,2 Billionen Yen (rund elf Milliarden Euro). Damit sollen unter anderem 80.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und kleine und mittlere Betriebe finanziell unterstützt werden.

Die Konjunkturspritze werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um voraussichtlich 0,2 Prozentpunkte ankurbeln, hieß es. Das BIP schrumpfte im Sommer um 3,5 Prozent. Die meisten Ökonomen sagen einen weiteren Rückgang im laufenden Quartal voraus. Das würde die fünfte Rezession in 15 Jahren bedeuten. Am 16. Dezember wählt Japan ein neues Parlament. Der seit August 2011 amtierende Premierminister Yoshihiko Noda kämpft dabei um den Machterhalt. Seine Demokratische Partei hat sich im Streit um Steuererhöhungen gespalten und liegt in Umfragen weit zurück. Die oppositionelle Liberaldemokratische Partei fordert mehr staatlichen Einsatz für das Wachstum.

Japans Industrieproduktion ist derweil erstmals seit vier Monaten gestiegen. Wie die Regierung am Freitag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, erhöhte sich der Ausstoß im Oktober um saisonbereinigt 1,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dies bedeutet jedoch noch nicht, dass die Talsohle erreicht ist. Der Trend zeige angesichts der schwachen Weltwirtschaft weiter nach unten, hieß es. Im Jahresvergleich sank die Produktion um 4,3 Prozent.

Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Zwar verharrte die Arbeitslosenquote im Oktober bei 4,2 Prozent, was für Japan relativ hoch ist. Zugleich aber entfielen auf 100 Jobsuchende inzwischen nur noch 80 offene Stellen. In dem Monat zuvor waren es noch 81 gewesen.

Die Verbraucherpreise sind im Oktober wie erwartet gefallen. Die Preise seien um 0,4 Prozent zum Vorjahr gesunken, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Dies war der fünfte Rückgang in Folge. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im Vormonat waren die Preise um 0,3 Prozent zurückgefallen. Der Kernindex (ohne frische Nahrungsmittel, aber mit Energie) blieb im Jahresvergleich unverändert. Japan kämpft seit Jahren mit der Deflation, die Investitionen und Konsum hemmt.

Die Börse in Tokio hat am Freitag dank einer Abschwächung des Yen weiter angezogen. Die seit Jahren erstarkende japanische Währung behindert Exporte des Landes. Der Nikkei-Index Chart zeigen für 225 führende Werte notierte zum Handelsschluss ein Plus von 45,13 Punkten oder 0,5 Prozent auf 9446,01 Punkte. Der breit gefasste Topix Chart zeigen legte um 2,02 Punkte oder 0,3 Prozent auf 781,46 Zähler zu. In der Wochenbilanz verzeichnete der Nikkei einen Zuwachs von moderaten 0,85 Prozent, im Monat November konnte er hingegen satte 5,8 Prozent gutmachen. Der Euro notierte um 15.00 Uhr (Ortszeit) zum Yen fester mit 107,09-17 Yen nach 106,55-59 Yen am späten Vortag.

ak/dpa-afx/ap

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger