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26.11.2012
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Weltklimakonferenz
Viele Appelle, wenig Hoffnung in Doha

Ölkraftwerk in Katar: Das Emirat hält den Weltrekord im Pro-Kopf-Ausstoß von CO2, ist aber auch besonders von einem Anstieg des Meeresspiegels bedroht
AFP

Ölkraftwerk in Katar: Das Emirat hält den Weltrekord im Pro-Kopf-Ausstoß von CO2, ist aber auch besonders von einem Anstieg des Meeresspiegels bedroht

So niedrig waren die Erwartungen an eine Weltklimakonferenz lange nicht mehr. Zum Auftakt des UN-Treffens in Doha verliert das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, an Glaubwürdigkeit. Nur Gastgeber Katar spricht von einer "goldenen Chance".

Doha - Mit einem Appell an die Staatengemeinschaft zu mehr Verantwortung und Kompromissbereitschaft angesichts der rapide ansteigenden Erderwärmung hat am Montag in Doha die Weltklimakonferenz begonnen. Es werde eine Vereinbarung gebraucht, der sich alle verpflichtet fühlten und die wissenschaftlichen Erkenntnissen genüge tue, sagte die Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, am Montag zum Auftakt des zweiwöchigen Treffens in Doha.

Im gas- und ölreichen Emirat Katar, das weltweit den höchsten Ausstoß an Klimagasen pro Kopf aufweist, gebe es die Chance, eine sichere und bessere Zukunft für alle Länder auf den Weg zu bringen, sagte sie. Die rund 190 Staaten wollen einen Weltklimavertrag vorbereiten, der 2015 beschlossen und 2020 in Kraft treten soll.

"Das ist eine historische Konferenz", sagte der Vizepremier des Golfstaates, Abdullah bin Hamad Al-Attiyah, zur Eröffnung der zweiwöchigen Veranstaltung am Montag. "Vor uns, in den kommenden Tagen, liegt eine goldene Chance. Wir müssen sie nutzen." Er verwies auf nationale Klimabemühungen Katars, etwa bei der Solarenergie und der Forschung zur CO2-Abscheidung. "Wir glauben daran, dass Technologie die Probleme lösen wird." Die Konferenz solle sich "nicht auf die Pro-Kopf-Emissionen konzentrieren", sondern die Gesamtemissionen einzelner Länder betrachten. Er kündigte schon jetzt einen "Wendepunkt in den Verhandlungen über den Klimawandel" an.

Allerdings liegen Industriestaaten sowie Schwellen- und Entwicklungsländer in allen zentralen Fragen weit auseinander. Bundesumweltminister Peter Altmaier mahnte zur Vorsicht: "Ich glaube, es ist besser, wenn man die Erwartungen realistisch einschätzt", sagte der CDU-Politiker dem SWR. Die USA hätten gerade eine Wahl hinter sich, die Chinesen einen Regierungswechsel. "Ich kann nicht abschätzen, inwieweit zwei der wichtigsten Länder handlungsfähig sind."

China und die USA sind weltweit die größten Treibhausgasproduzenten. Er hoffe, dass wenigstens ein Fahrplan für die nächsten drei Jahre verabschiedet werde. Deutschland müsse weiter Vorreiter beim Klimaschutz bleiben, betonte Altmaier. "Das hat moralischen, aber auch wirtschaftlichen Druck auf andere Länder ausgeübt."

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