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22.11.2012
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Konsumrausch
US-Händler hoffen auf den Schwarzen Freitag

Von Kristian Klooß

Schnäppchenjäger bei Macy's in New York: "Als würde eine Koppel geöffnet"
AFP

Schnäppchenjäger bei Macy's in New York: "Als würde eine Koppel geöffnet"

Die Wall Street ruht, der Präsident hat frei. Die USA bereiten sich an Thanksgiving auf die Konsumschlacht vor. Trotz vieler Sorgen will die Mehrzahl der US-Haushalte mehr Geld ausgeben. Selbst deutsche Konsumenten planen mit höherem Budget.

Hamburg - In den USA wurden in den vergangenen Wochen so viele Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Die Staatsschulden steuern stramm auf die 17 Billionen Dollar-Marke zu. Und das lähmende Kräftemessen von Republikanern und Demokraten im Staatsausgabenstreit droht die US-Wirtschaft über die Fiskalklippe zu ziehen.

Die US-Bürger werden dennoch an Thanksgiving auf ihren Truthahn nicht verzichten. Die Börsenhändler haben frei. Auch der Präsident hat sich in den Feiertagsurlaub verabschiedet. Und amerikanische Familien versammeln sich zu den Straßenparaden des amerikanischen Erntedankfests.

Organisiert und unterstützt werden die Paraden oft von Warenhäusern wie Macy's und Co. Dass sich vor allem Handelsketten so für das Feiertagswohl der amerikanischen Bürger ins Zeug legen, hat gute Gründe. Denn auf den wichtigsten Familienfeiertag des Jahres folgt der wohl wichtigste Tag im Jahr für den amerikanischen Einzelhandel: der "Black Friday".

Surreales Shopping bei Nacht

Knapp eine halbe Billion Dollar werden in den rund fünf Wochen zwischen Schwarzem Freitag und Heiligem Abend in die Kassen gespült. Da wundert es nicht, dass Wal-Mart Chart zeigen, Target, Gap, Kohl's, Best Buy und Macy's ihre Ladentüren am Freitag nach Thanksgiving schon um Mitternacht öffnen und ein Sonderangebot neben dem anderen in den Gängen platzieren.

Entsprechend zelebriert wird das Ereignis auch von den Kunden. "Das amerikanische Nachtshopping ist für uns Europäer surreal", sagt Peter Thormann, Handelsexperte beim Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte. "Es ist so, als würde eine Koppel aufgemacht und die Konsumenten dann losgelassen."

Dass Händler auch dieses Jahr wieder mit einem Konsumrausch rechnen dürfen und daher zuversichtlich in die diesjährige Weihnachtssaison gehen, zeigen Umfragen, unter anderem von Thormanns US-Kollegen. Denn dem amerikanischen "Deloitte Holiday Survey" zufolge planen 63 Prozent aller amerikanischen Haushalte in diesem Jahr genauso viel oder sogar mehr auszugeben als im vergangenen. Das ist der höchste Stand seit der Lehman-Pleite im Jahr 2008.

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