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18.10.2012
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Drittes Quartal
Chinas Wachstum schwindet

Rezession: Chinas Trittbrett wird morsch
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AP

Chinas Wirtschaft hat im abgelaufenen Quartal zum ersten Mal seit der internationalen Finanzkrise die Wachstumsziele der Regierung verfehlt. Die  schlechte Konjunktur in Europa und in den USA haben zu einem spürbaren Rückgang der Nachfrage nach Waren "Made in China" geführt.

Peking - Zwischen Juli und September stieg die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent, wie die Statistikbehörde der Volksrepublik mitteilte. Der Zuwachs lag im Rahmen von Analystenerwartungen. Es war der siebte Quartalsrückgang in Folge und das niedrigste Wachstum seit Anfang 2009 kurz nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise.

Für das Gesamtjahr 2012 peilt die Regierung von Wachstum von 7,5 Prozent an. Experten erwarten, dass China das Ziel leicht übertreffen wird. Allerdings war diese Vorgabe der Regierung immer schon höchst konservativ angesetzt und gewöhnlich um 1 oder 2 Prozent übertroffen worden.

Angesichts des schwächeren Außenhandels und der unzureichenden heimischen Nachfrage war bereits im zweiten Quartal nur ein Wachstum von 7,6 Prozent verzeichnet worden. Die Schuldenkrise in Europa und die schlechte Konjunktur in den USA haben zu einem spürbaren Rückgang der Nachfrage nach Waren "Made in China" geführt. Die Exporte trugen 2011 laut Weltbank zu 31 Prozent zum chinesischen Wachstum zu. Durch die Abkühlung kann China der Weltkonjunktur auch nicht mehr wie bisher auf die Sprünge helfen. Deutsche Exporteure, die stark vom China-Geschäft profitiert haben, bekommen den Wachstumsrückgang bereits zu spüren.

Die Marktreaktionen hielten sich in Grenzen. Die Börse in Shanghai gab ihre Gewinne nach Veröffentlichung der Zahlen nicht ab und lag um 0,6 Prozent im Plus. Auch in Tokio schwand der Optimismus am Aktienmarkt nicht. Experten werteten die Konjunkturdaten als Zeichen für eine Stabilisierung. "Das Schlimmste sollte vorüber sein", sagte Daiwa-Volkswirt Kevin Lai in Hongkong. So gebe es bei der Industrieproduktion und im Einzelhandel eine Erholung.

Regierungschef Jiabao lobt IT-Sektor

Trotz der enttäuschenden Entwicklung gab sich Regierungschef Wen Jiabao demonstrativ zuversichtlich. Vor Bekanntgabe der Zahlen warnte der Premier zwar vor "beträchtlichen Schwierigkeiten" im letzten Quartal, äußerte aber seine Überzeugung, dass sich die Wirtschaft durch die Konjunkturmaßnahmen "weiter stabilisieren" werde.

"Wir sollten uns bewusst sein, dass die Grundlagen für eine stabile Wirtschaft wegen des beträchtlichen Rückgangs bei den Unternehmensgewinnen und des Wachstums der Finanzeinnahmen noch nicht solide genug sind", sagte Wen Jiabao. Es habe aber Verbesserungen in der Entwicklung und Umstrukturierung der Wirtschaft gegeben.

Traditionelle Industrien seien zwar in Schwierigkeiten, doch sei der Hochtechnologiesektor "in vergleichsweise besserem Zustand", sagte Wen Jiabao. Auch die Landwirtschaft und der Dienstleistungsbereich entwickelten sich positiver als die Industrie.

Der Regierungschef erteilte Forderungen nach einer Lockerung des Immobilienmarktes eine entschiedene Absage. Die Ergebnisse im Kampf gegen die Überhitzung des Wohnungsmarktes seien noch "nicht stabil". Die Kontrolle müsse "entschieden fortgesetzt" und mit weiteren Vorschriften langfristig noch verbessert werden.

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