Dienstag, 23. Januar 2018

EU Hohe Zölle auf Fliesen und Fahrräder aus China

Fahrradfahrer in Peking: Trotz hoher Zölle haben chinesische Hersteller einen hohen Marktanteil in Europa - Deutschland und Italien beklagen "unfairen Wettbewerb"

Fliesen und Fahrräder aus China werden in der Europäischen Union mit hohen Zöllen belegt. Zuvor hatten sich Deutschland und Italien über unfairen Wettbewerb und Dumpingpreise für chinesische Fahrräder beschwert.

Brüssel - Die Mitgliedstaaten hätten beschlossen, auf die Importe von Wand- oder Bodenfliesen aus der Volksrepublik ab Mitte September einen Zoll von 69,7 Prozent zu erheben, erklärten EU-Diplomaten am Montag in Brüssel.

Die Abgaben auf Fahrräder und Fahrradteile in Höhe von 48,5 Prozent werden für weitere fünf Jahre bis 2016 verlängert. Über Dumpingpreise für chinesische Fahrräder und unfairen Wettbewerb hatten sich Firmen aus den beiden größten EU-Herstellerländern Deutschland und Italien beschwert.

Das Marktvolumen in Europa für Fahrräder liegt insgesamt bei fünf Milliarden Euro. Trotz der schon seit 1993 bestehenden Zölle wurden 2009 Fahrradimporte aus China in Höhe von insgesamt 430 Millionen Euro und die Einfuhr von 700.000 Drahteseln registriert.

la/reuters

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