Samstag, 23. Februar 2019

Neue US-Zölle drohen ab März - Mnuchin reist nach Peking Hoffnung auf Fortschritte im Zollstreit stützt China-Börsen

Skeptisch: Donald Trump (beim Treffen mit Xi Jinping während des G20 Gipfels)

Spekulationen auf eine baldige Einigung im Handelstreit haben den Börsen in China am Montag Auftrieb gegeben. Am Donnerstag reisen der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin für Gespräche nach Peking. "Die Chancen, dass eine derart hochrangige Verhandlungsdelegation Fortschritte erzielt, erscheinen nicht schlecht", sagte Volkswirt Rolf Schäffer von der Landesbank Baden-Württemberg.

Dennoch wird die Zeit für eine Einigung knapp: Bis Anfang März müssen sich die USA und China einigen, um neue Zölle der USA und damit eine neue Eskalationsrunde im Zollstreit zu verhindern.

US-Präsident Donald Trump droht ab 1. März mit der Anhebung von Zöllen auf chinesische Waren von insgesamt 200 Milliarden Dollar, sollte dies bis zum Ablauf der Frist nicht gelingen.

Chinas Börsen legen zu, kein Handel in Japan

Dennoch blieben Anleger in Asien zuversichtlich, dass eine Einigung doch noch gelingt. Der chinesische Bluechip-Index CSI300 legte um 1,8 Prozent zu, der Index der Börse in Shanghai gewann 1,3 Prozent. In der vergangenen Woche hatte es in China wegen des dortigen Neujahrsfestes keinen Handel gegeben. In Japan blieben die Börsen am Montag feiertagsbedingt geschlossen. Der Handel in Asien war daher vergleichsweise ruhig.

la/dpa

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung