Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über das Risiko gezielter Eingriffe in die Wechselkursentwicklung in Japan und anderen Staaten geäußert. Merkel sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auf eine entsprechende Frage: "Ich bin nicht völlig sorgenfrei."
Auf konkrete Nachfrage ergänzte sie, sie sei "nicht völlig ohne Sorge", was Japan angehe. Was die in Europa ebenfalls expansive Vergabe von Liquidität durch die Europäische Zentralbank betreffe, so gehe sie davon aus, dass diese "wieder eingesammelt wird".
Merkel wirbt für Investitionen in Osteuropa
Der EZB bescheinigte Merkel, eine "sehr positive Kraft" dabei zu sein, dass es nicht zu Währungsmanipulationen kommt. Auch bei der Krisenbewältigung habe die EZB ihren Beitrag geleistet und sei dabei "an den Rand ihres Mandats" gegangen. Sie sei im Grundsatz aber der Meinung, "dass Notenbanken kein Ausputzer von politischen Fehlentscheidungen sind" und auch nicht Mängel bei der Wettbewerbsfähigkeit von Ländern beheben können.
Zugleich rief Merkel die Unternehmen zu Investitionen in Mittel- und Osteuropa auf. Die dortigen Staaten hätten geräuschlos und unbemerkt etliche Reformen geleistet, sagte sie.
"Über die Reformen in anderen Ländern sprechen wir mehr. Gerade mittel- und osteuropäische Länder haben schon Jahre zuvor riesige Anstrengungen unternommen", sagte Merkel. Das Investitionsklima habe sich dort stark verbessert. Das sollten sich Investoren genau anschauen. Als größte Last in Europa bezeichnete sie die Jugendarbeitslosigkeit.
wed/rtr/dpa
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