Paris - Frankreich hat im vergangenen Jahr seinen Platz als Deutschlands wichtigster Handelspartner ausgebaut. Das Handelsvolumen beider Länder stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,2 Prozent auf 168 Milliarden Euro, teilte die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer am Mittwoch mit. China folgt mit einem Außenhandelsumsatz von 143,9 Milliarden Euro erst auf Rang drei, hinter den Niederlanden mit einem Warenverkehr in Höhe von 151,5 Milliarden Euro.
Frankreich ist bereits seit 1961 wichtigstes Abnehmerland deutscher Waren, die im Vorjahr einem Wert von 101,6 Milliarden Euro erreichten. Das entspricht einer Steigerung von 12 Prozent gegenüber 2010. Die nächstwichtigsten deutschen Exportländer sind die USA (73,7 Milliarden Euro) und die Niederlande (69,3 Milliarden Euro). "Deutschland hat seinen Handelsbilanzüberschuss zu Frankreich im letzten Jahr ausgebaut, 2011 lag er nun bei 35,0 Milliarden Euro und somit um 21,5 Prozent höher als in 2010 (28,8 Milliarden Euro)", betont die Kammer in der Erklärung.
Bei den deutschen Importen waren die Niederlande überraschend mit 82,2 Milliarden Euro wichtigstes Lieferland, vor China (79,2 Milliarden Euro) und Frankreich mit 66,5 Milliarden Euro (plus 7,6 Prozent). 2010 hatte China mit importierten Waren im Wert von 76,5 Milliarden Euro noch an erster Stelle gelegen.
kst/dpa
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