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15.12.2011
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US-Notenbankchef zu Euro-Krise

Fed will EU keine Finanzhilfen gewähren

Fed-Chef Ben Bernanke macht die Schuldenkrise Sorgen, in Europa eingreifen will er aber nicht
REUTERS

Fed-Chef Ben Bernanke macht die Schuldenkrise Sorgen, in Europa eingreifen will er aber nicht

Bei einem Treffen mit US-Senatoren machte Fed-Chef Ben Bernanke klar, dass die USA nicht für die Rettung europäischer Staaten und Banken einspringen werden. Zugleich betonte er aber, dass eine Verschlimmerung der Euro-Schuldenkrise auch die USA treffen würde.

Washington - Im Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa hat sich Fed-Chef Ben Bernanke nach Angaben von US-Senatoren gegen die Beteiligung an einer Rettungsaktion ausgesprochen. "Wir machen uns alle Sorgen, ob der amerikanische Steuerzahler für europäische Staaten und Banken einspringen wird", sagte Senator Lindsey Graham am Mittwoch nach einem Treffen mit Bernanke. "Er sagte, nein. Er habe weder die Absicht noch die Befugnis, dies zu tun."

Zugleich soll Bernanke deutlich gemacht haben, dass die Euro-Schuldenkrise auch die USA beeinträchtigen könnte. "Er ist sehr besorgt", sagte Senator Orrin Hatch. "Er sagte, wenn sie ihre Sache nicht auf die Reihe bekommen, dann hätte das Auswirkungen auf uns. Ein Zusammenbruch da drüben wäre schädlich für uns."

Bernanke traf die republikanischen Senatoren auf Einladung deren Anführers Lamar Alexander, der den Zentralbankchef um seine Einschätzung der derzeitigen Lage gebeten hatte. In der jüngeren Vergangenheit hatten sich viele Politiker in den USA besorgt über die Entwicklung in Europa geäußert. Bereits im Oktober hatte Bernanke mit demokratischen Senatoren über die Situation diskutiert.

IWF-Aufstockung soll auch Nicht-Euro-Ländern helfen

Weil sich die Schuldenkrise zuletzt auch auf große Euro-Länder wie Italien ausgeweitet hat, wurde beim jüngsten EU-Gipfel in Brüssel eine Aufstockung der IWF-Gelder mit Hilfe der Notenbanken um bis zu 200 Milliarden Euro verabredet, um den Schutzschirm über der Euro-Zone zu stärken.

Die Bundesbank ist zwar grundsätzlich bereit, bis zu 45 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds zu überweisen. Allerdings hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann Bedingungen dafür gestellt. So soll sichergestellt werden, dass das Geld nicht nur speziell für die Rettung angeschlagener Euro-Länder verwendet wird, sondern dem Währungsfonds generell zur Verfügung steht. Darüber hinaus sollen sich auch Länder außerhalb der Euro-Zone und der EU daran beteiligen - also zum Beispiel die Fed.

wed/rtr/afp

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