Samstag, 25. März 2017

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Energiewende Warum ein Ausstieg aus der Kohle schädlich ist

Für die Kritiker der Kohleverstromung sind qualmende Kühltürme wie die des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG in Jänschwalde Symbole einer verantwortungslosen Energiegewinnung - sie fordern den Ausstieg. Inzwischen gibt es Pläne für eine Abgabe auf die als Klimakiller geltenden Kraftwerke.

3. Teil: Keine Nation der Erde wird uns folgen

Aber warum machen wir eine überhastete Energiepolitik mit hohen Schlagzahlen und großen Gefahren für die soziale Balance, den Wirtschaftsstandort Deutschland und unsere Natur? Sie ist Angst getrieben. Sie ist getrieben von der Angst, dass wir mit CO2 unser Klima kaputt machen.

Es häufen sich aber die wissenschaftlichen Erkenntnisse, das die Klimawirkung des CO2 durch den Weltklimarat maßlos überschätzt worden ist. Seit 16 Jahren hat es keine signifikante globale Erwärmung mehr gegeben, obwohl doch in diesem Zeitraum ein Drittel der historischen CO2 Emissionen erfolgten und der CO2-Gehalt der Atmosphäre Jahr für Jahr steigt. Die Klimamodelle, die sich allesamt in ihren Prognosen als falsch erwiesen haben, können die natürlichen Schwankungen des Klimas nicht berechnen.

Die 60-jährigen zyklischen Ozeanströmungen haben zur Häfte zur Erwärmung zwischen 1978 und 1998 beigetragen und jetzt , da sie in ihre kühle Phase übergegangen sind, wird bis 2030 keine wesentliche Erwärmung zu erwarten sein. Einen weiteren Abkühlungsbeitrag wird die Sonne leisten, die in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts in einer ihrer aktivsten Phasen seit 1000 Jahren war und nun in eine außergewöhnliche Schwächephase geraten ist, wie wir sie seit 200 Jahren nicht erfahren haben. Ja, CO2 ist ein klimabeeinflussendes Gas, es wird aber die globale Mitteltemperatur auf der Erde bis 2100 nicht mehr als 1 bis 1,5 Grad Celsius ansteigen lassen.

Die Natur gibt uns also reichlich Zeit unser Energiesystem auf eine nachhaltige Basis zu stellen. Warum dann ein überstürzter Alleingang, der soviel aufs Spiel setzt? Keine Nation der Erde wird uns folgen, wenn festzustellen ist, dass die eigene industrielle Basis zerstört wird und die Bürger finanziell überfordert werden.

Totenglöcklein für den einzigen deutschen Energieträger

So zielt die norwegische Entscheidung doch eher ab auf kurzfristig politischen Applaus. Doch auf Moden sollten Investoren nur bedingt setzen. Die Pleiten von Ersol, Windreich, Prokon, Juwi und Solon sowie die Fast-Pleite von Solarworld zeigen uns, wie anfällig Geschäftsmodelle sind, die von der Subvention des Staates abhängen.

Neben Kapitalvernichtung bleibt eine grandiose Zerstörung von zigtausend Arbeitsplätzen. Doch das hindert den grünen Staatsekretär Rainer Baake im Bundeswirtschaftsministerium nicht das Totenglöcklein für den einzigen deutschen Energieträger, der ohne Subvention auskommt, nämlich der Braunkohle, zu läuten. Er will eine zusätzliche Strafsteuer auf CO2 allein aus deutschen Kohlekraftwerken. Wenn die Strafsteuer dazu führt, dass Strom in teureren Gaskraftwerken erzeugt wird, steigen die Stromkosten und auf Grund des Emissionshandels sinken die europäischen Emissionen nicht: weniger deutsches CO2 und genauso viel mehr nichtdeutsches CO2. Mehr als dass man sich selbst ins Knie schiesst, passiert nicht. Wird trotz der Strafsteuer das Kohlekraftwerk weiterbetrieben, steigen die Stromkosten ebenfalls und die Emissionszertifikate werden aus dem Aufkommen der Strafsteuer aufgekauft. Man unterscheidet dann also zwischen schädlichem europäischen CO2 und noch viel schädlicherem deutschen CO2 und die europäischen Emissionen sinken.

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