Donnerstag, 26. April 2018

Verbände sind optimistisch Wirtschaft blickt voller Zuversicht auf 2018

Arbeiter in Frankfurt am Main: Derzeit läuft es rund in der deutschen Wirtschaft, und das soll vorläufig auch so bleiben.

Wirtschaftlich wird es wohl auch im kommenden Jahr gut laufen in Deutschland - glauben jedenfalls die Vertreter der Wirtschaft selbst. Das ergab eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die Wirtschaftsverbände blickten noch zuversichtlicher in die Zukunft als vor einem Jahr, sagte IW-Direktor Michael Hüther der Deutschen Presse-Agentur. Es herrsche Optimismus trotz des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU, des Kurses von US-Präsident Donald Trump und der schwierigen Regierungsbildung in Deutschland. "Die größte Gefahr für den Aufschwung ist aber der Fachkräftemangel. Immer häufiger stoßen Firmen dadurch an Produktionsgrenzen."

Wie das arbeitgebernahe Institut in Köln mitteilte, erwarten weit mehr als zwei Drittel der befragten Verbände für ihre Unternehmen im kommenden Jahr eine höhere Produktion. Die Konjunktur gewinne so spürbar an Branchenbreite. Die Investitions- und Beschäftigungsperspektiven fielen merklich besser aus als vor einem Jahr.

Eine derzeit schlechtere Wirtschaftslage sei nur in der Ernährungsindustrie und bei den Volks- und Raiffeisenbanken zu verzeichnen. In der Ernährungsindustrie dämpften der hohe Konkurrenzdruck und steigende Kosten die Stimmung, die Banken litten unter dem Margendruck infolge vor allem der niedrigen Zinsen.

Führende Wirtschaftsforscher hatten ihre Wachstumsprognosen für das neue Jahr zuletzt deutlich angehoben. Viele Unternehmen profitierten von der verbesserten weltweiten Wirtschaftslage. Getrieben wird das Wachstum daneben vor allem vom starken privaten Konsum.

Nach der IW-Umfrage wollen die Unternehmen auch mehr investieren. Damit dürfte sich die Trendwende verstärken. Außerdem wollten vor allem die Dienstleistungsbranchen, aber auch weite Teile der Industrie mehr Jobs schaffen - das gilt zum Beispiel für die Chemie-, Automobil- und Elektroindustrie. Die Frage sei aber, ob die Arbeitsnachfrage der Unternehmen wegen eines Fachkräftemangels bedient werden könne.

cr/dpa

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