Dienstag, 24. Oktober 2017

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Konjunktur Deutsche Exporte steigen unerwartet stark

Fertig zum Abtransport: Die deutschen Ausfuhren ins Ausland sind unerwartet stark gestiegen

Der deutsche Außenhandel hat überraschend stark an Fahrt aufgenommen. Im Mai zogen die Exporte um 1,4 Prozent an. Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von rund 11 Milliarden Euro ins Ausland.

Die deutschen Exporte sind im Mai den fünften Monat in Folge gestiegen. Sie nahmen um 1,4 Prozent zum Vormonat zu, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet, nachdem es im April ein Plus von 0,9 Prozent gegeben hatte. Die Importe kletterten mit 1,2 Prozent ebenfalls kräftiger als erwartet und bereits zum dritten Mal hintereinander.

Insgesamt verkauften die Unternehmen Waren im Wert von 110,6 Milliarden Euro ins Ausland, was einer Zunahme von 14,1 Prozent im Vergleich zum Mai 2016 entspricht.

Gut liefen die Geschäfte mit den anderen Euro-Ländern, die um 13,4 Prozent zulegten. Viele Länder - darunter der nach den USA größte Exportkunde Frankreich - befinden sich in einem Aufschwung. Die Ausfuhren in die nicht zur Währungsunion zählenden EU-Staaten nahmen mit 9,2 Prozent unterdurchschnittlich zu. Dagegen wuchsen die in den Rest der Welt - von den USA bis China - mit 17,3 Prozent besonders stark.

Die deutschen Exporte übertrafen die Importe saison- und kalenderbereinigt um mehr als 20 Milliarden Euro. Deutschland steht wegen seines enormen Leistungsbilanzüberschusses international am Pranger. Experten wie die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) sehen darin auch einen Hinweis darauf, dass Deutschland zu Hause zu wenig investiert, was langfristig das Wachstum dämpfen könne.

rei/Reuters

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