Dienstag, 26. Juli 2016

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Wachstum verliert weiter an Schwung Stimmung in Chinas Industrie verschlechtert sich

Chinesische Industrie: Experten-Erwartungen verfehlt

Die schlechte Stimmung in Chinas herstellender Industrie hat sich auch im neuen Jahr nicht aufgehellt. Der staatlich ermittelte Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel auf den tiefsten Stand seit August 2012. Er sei im Januar auf 49,4 (Dezember: 49,7) Punkte gesunken, teilte die Statistikbehörde am Montag in Peking mit. Er verfehlte damit die Erwartungen der Experten und entfernte sich von der kritischen Marke von 50 Zählern. Werte unterhalb dieser sogenannten Expansionsschwelle deuten auf eine Abschwächung der Wirtschaft.

Etwas besser als erwartet entwickelte sich dagegen der vom chinesischen Wirtschaftsmagazin "Caixin" erfasste Index. Mit 48,4 Punkten lag dieser wichtige Frühindikator aber den elften Monat in Folge unter 50 Punkten und deutet damit auf schwächere Geschäfte der Industrie hin. An der Börse wurden die beiden Indikatoren negativ aufgenommen. Die chinesischen Aktienmärkte starteten mit deutlichen Verlusten in die Handelswoche.

"Jüngste makroökonomische Indikatoren zeigen, dass die Wirtschaft noch weiter durch die Talsohle wandert und die Bemühungen, Überkapazitäten abzubauen, gerade erst anfangen, Ergebnisse zu zeigen", sagte "Caixin"-Chefökonom He Fan. Vor allem der langsamere Rückgang neuer Aufträge habe den Index moderater ausfallen lassen.

Die chinesische Wirtschaft stehe angesichts anhaltender globaler Turbulenzen weiter enorm unter Druck, sagte der Ökonom. Die Regierung müsse die Entwicklung aufmerksam verfolgen und "proaktiv feinsteuern, um eine harte Landung zu verhindern". Auch müssten die laufenden Reformvorhaben vorangetrieben werden, um das Vertrauen am Markt zu stärken und die Intentionen der Wirtschaftslenker zu verdeutlichen.

Während der offizielle PMI auf einer Umfrage bei 3000 relativ großen Unternehmen basiert, werden für den Caixin-Index vorwiegend kleine und mittelgroße Firmen befragt.

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ts/dpa-afx

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