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21.02.2013
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Einkaufsmanagerindices
Deutschland stark - Euro-Zone sackt ab

Maschinenbau bei MTU in Friedrichshafen: Mehr Nachfrage aus Asien belebt die deutsche Industrie
DPA

Maschinenbau bei MTU in Friedrichshafen: Mehr Nachfrage aus Asien belebt die deutsche Industrie

Die konjunkturelle Entwicklung in Europa bleibt tief gespalten: Während die deutsche Industrie ihre Durststrecke beendet, beschleunigt die Wirtschaft in der Euro-Zone ihre Talfahrt. Dem Währungsraum droht ein weiteres Quartal in der Rezession. 

Berlin - Die deutsche Industrie wächst nach einjähriger Pause wieder. Der Einkaufsmanagerindex kletterte im Februar um 0,3 auf 50,1 Punkte, teilte das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter Hunderten Unternehmen mit. Er durchbrach damit erstmals seit Februar 2012 die Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Ökonomen hatten sogar einen Anstieg auf 50,5 Punkte erwartet.

"Man kann sich wieder auf Deutschland als Wachstumslokomotive für die Euro-Zone verlassen", sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Garant dafür ist das gut laufende Auslandsgeschäft. Die Exportaufträge stiegen so stark wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. "Das ist vor allem der verbesserten Nachfrage von Kunden aus Asien zu verdanken", hieß es. Trotzdem bauten die Industriefirmen Stellen ab, allerdings deutlich weniger als im Januar.

Auch die Dienstleister wachsen - obwohl deren Einkaufsmanagerindex auf 54,1 Zähler fiel, nachdem im Januar mit 55,7 Punkten noch der beste Wert seit mehr als anderthalb Jahren erreicht wurde. Die Aufträge legten erneut zu, wenn auch nur noch leicht. Die Service-Unternehmen schätzten ihre Aussichten für die kommenden zwölf Monate so gut ein wie seit Mitte 2011 nicht mehr.

Der Composite-Index - der Industrie und Dienstleister zusammenfasst - verlor 1,7 auf 54,4 Punkte. Er hielt sich aber deutlich über der Marke von 50 Zählern. "Damit bleibt Deutschland auf Kurs, im ersten Quartal wieder ein Wachstum zu schaffen", sagte Moore. Im vierten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt mit 0,6 Prozent so stark eingebrochen wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Anfang 2009 nicht mehr.

Euro-Wirtschaft fällt im Februar unerwartet zurück

Die Euro-Zone hat auf ihrem Weg aus der Rezession einen kräftigen Rückschlag erlitten. Die Privatwirtschaft im Währungsraum beschleunigte im Februar überraschend ihre Talfahrt, zeigt eine weitere Markit-Umfrage unter 5000 Firmen. Der Einkaufsmanagerindex sank um 1,3 auf 47,3 Punkte. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 49,0 Punkte gerechnet.

Das Barometer sackte damit wieder tiefer unter der Schwelle von 50 Zählern, aber der es Wachstum signalisiert. "Dies deutet daraufhin, dass die Wirtschaftsleistung in der Währungsregion im Auftaktquartal 2013 zum vierten Mal in Folge schrumpfen dürfte", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Der Indikator für die Industrie fiel um 0,1 auf 47,8 Punkte. Das Barometer für die Dienstleister ging auf 47,3 von 48,6 Zähler zurück.

mahi/rtr

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