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05.02.2013
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Maschinenbau und Co.
Auftragszahlen und Stimmung steigen 

Roboterbau bei Kuka: In der deutschen Wirtschaft steigen die Auftragszahlen und die Stimmung
DPA

Roboterbau bei Kuka: In der deutschen Wirtschaft steigen die Auftragszahlen und die Stimmung

Im deutschen Maschinenbau steigen wieder die Auftragszahlen. Vor allem aus dem Euro-Ausland gehen mehr Bestellungen ein. Optimistisch äußert sich zudem die KfW Bank mit ihrem Mittelstandsbarometer sowie der Roboterbauer Kuka, der Geschäftsergebnisse veröffentlicht.

Frankfurt am Main - Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im Dezember nach einem kleinen Dämpfer im Vormonat wieder mehr Bestellungen bekommen. Die Aufträge in der mittelständisch geprägten Branche stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Die Bestellungen aus dem Inland zogen um ein Prozent, die aus dem Ausland um 5 Prozent an.

"Der Schwung der Auslandsbestellungen kam diesmal hauptsächlich aus den Euro-Partnerländern", sagte Verbands-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Inlandsaufträge würden im Vergleich zunächst etwas mager aussehen. "Der Blick auf die Order-Kurve zeigt aber den Elan, mit dem die Inlandsaufträge die Einbußen des Sommers wieder aufholen."

Insgesamt verbuchte die Branche in Deutschland 2012 ein Minus von 3 Prozent bei den Bestellungen. Dies sei gemessen an dem wirtschaftlichen Umfeld ein "durchaus respektables" Ergebnis, kommentierte Wiechers.

Auch für 2013 ist die Branche nach Rekordumsätzen im vergangenen Jahr zuversichtlich. Zwar könne auch der Maschinenbau nicht die Ohren vor den Molltönen aus einigen Kundenbranchen verschließen, hatte Verbandspräsident Thomas Lindner im Dezember gesagt. Insgesamt werde die Branche - immerhin Deutschlands größter industrieller Arbeitgeber - aber auch 2013 zulegen. Dabei setzt Lindner auf eine weitere Erholung in Europa, ein Ende des Nachfragestaus in China und ein Wachstum in den USA.

Kuka auf Rekordkurs

Passend dazu meldet die KfW Bankengruppe, der deutsche Mittelstand habe sein Stimmungstief überwunden. Das Geschäftsklima hellte sich im Januar zum dritten Mal in Folge auf, die Geschäftserwartungen sind erstmals seit Mai 2012 wieder positiv, berichtete die Bank bei der Vorlage des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers in Frankfurt. "Die Stimmungswende ist geschafft, Deutschland nimmt Anlauf zum Aufschwung", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Der gelungene Jahresstart stimme hoffnungsvoll, das Bruttoinlandsprodukt dürfe wohl bereits im ersten Quartal wieder geringfügig wachsen, so Zeuner weiter. Für das Barometer werden monatlich rund 5600 Mittelständler befragt.

Ein Unternehmen, dem es bereits gut geht, ist der Roboter- und Anlagenbauer Kuka Chart zeigen. Der Konzern legte heute Geschäftszahlen vor und kann sich weiterhin von der Absatzkrise vieler europäischer Autobauer abkoppeln. Mit einem überraschend starken Schlussquartal übertraf er seine Jahresziele und stellte neue Bestwerte auf. Zudem kann sich die MDax-Gesellschaft Chart zeigen auf ein Bestellbuch mit Aufträgen für 904 Millionen Euro stützen und erwartet auch in den nächsten Jahren eine starke Nachfrage, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Einen detaillierten Ausblick für das laufende Jahr will der Vorstand Ende März zusammen mit den endgültigen Zahlen veröffentlichen. "Kuka ist auf gutem Kurs, seinen Platz in der Automatisierungswelt auszubauen", sagte Vorstandschef Till Reuter.

Die Aktie gewann am Vormittag 0,44 Prozent auf 29,91 Euro, der Index mittelgroßer Werte legte unterdessen um 0,30 Prozent zu.

cr/dpa-afx

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