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06.01.2013
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Tarifrunde
Wirtschaftsweiser fordert dickes Lohnplus

Geld, Geld, Geld: Die Einkommenszuwäche sollen den Binnenkonsum ankurbeln
Corbis

Geld, Geld, Geld: Die Einkommenszuwäche sollen den Binnenkonsum ankurbeln

"5 Prozent Plus über alle Branchen hinweg" - Vor den anstehenden Tarifverhandlungen plädiert der Wirtschaftsweise Peter Bofinger für kräftige Gehaltssteigerungen. Davon soll nicht zuletzt die Euro-Zone profitieren.

Hamburg - Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hält kräftige Gehaltssteigerungen in Deutschland für unerlässlich. "5 Prozent Plus über alle Branchen hinweg sollten es schon sein", sagte der Würzburger Professor mit Blick auf die anstehende Tarifrunde dem "SPIEGEL".

In Bofingers Forderung ist ein zweiprozentiger Zuschlag zur Euro-Rettung enthalten, damit die Deutschen mehr konsumieren. Eigentlich ergibt sich aus dem Produktivitätszuwachs und der Inflation laut Bofinger nur eine dreiprozentige Lohnsteigerung. "Aber wir können bei Tarifverhandlungen nicht länger so tun, als lebten wir auf einer Insel", sagte er."

Zwar kämen die südeuropäischen Staaten, die seit der Euro-Einführung kräftige Einkommenszuwächse verzeichneten, um Sparmaßnahmen und Reformen nicht umhin. Aber durch eine kräftige Lohnsteigerung könnten die Deutschen den notwendigen Anpassungsprozess abfedern.

Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent Aufschlag

Damit liegt Bofinger allerdings noch unter den Forderungen der Gewerkschaften. Im Dezember forderte Ver.di für die 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sowie die 1,4 Millionen Beamten 6,5 Prozent mehr Gehalt. Eine Umsetzung der Forderung soll die Länder Berechnungen zufolge rund 6,2 Milliarden Euro kosten. Die Tarifrunde startet am 31. Januar in Berlin. Als weitere Termine sind der 14. und 15. Februar sowie der 7. und 8. März angesetzt.

Die Gewerkschaften hatten zuletzt für die zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen im Frühjahr 6,3 Prozent mehr Geld in mehreren Stufen für die nächsten zwei Jahre ausgehandelt.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, sagte mit Blick auf die kommenden Tarifgespräche in der Metall -und Elektroindustrie, er wolle der Entscheidung der Tarifkommission zwar nicht vorgreifen, "aber es geht um reale Lohnzuwächse. Dies dient auch der Stabilisierung der Binnenkonjunktur und der Steigerung von Massenkaufkraft."

mahi/dapd/dpa

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