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21.12.2012
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Konjunktur 2013
Beschleuniger und Bremsklötze für die deutsche Wirtschaft

Von Sarah Sommer

Hafen in Hamburg: "Es ist an der Zeit, sich vom mentalen Mühlstein der Rezession 2009 zu lösen"
dapd

Hafen in Hamburg: "Es ist an der Zeit, sich vom mentalen Mühlstein der Rezession 2009 zu lösen"

Der Weltuntergang ist bisher ausgeblieben, es lohnt ein Blick nach vorne: Wie sind die Karten für die deutsche Wirtschaft 2013 gemischt? Die wichtigsten Hoffnungsträger und die größten Risiken für die Konjunktur im kommenden Jahr.

Hamburg - Der Ruf deutscher Konjunkturforscher hat sich bis heute nicht davon erholt, dass keiner der Prognosespezialisten 2008 den Crash an den Finanzmärkten und dessen dramatische Folgen für die Realwirtschaft vorhergesehen hatte. Überrumpelt von den Ereignissen, überboten sich die Wirtschaftsforschungsinstitute nach dem ersten Schreck mit immer dramatischeren Horror-Prognosen - um dann erneut überrascht zu werden, dieses Mal vom erstaunlich rasanten Comeback der deutschen Wirtschaft.

Kein Wunder also, dass Verbraucher und Unternehmer sich 2012 kaum noch von den Warnungen vor einem drohenden neuen Abschwung beeindrucken ließen: Sie verlassen sich auf ihr eigenes Gespür. Krise? Welche Krise? So lange der eigene Arbeitsplatz noch sicher scheint, die Auftragsbücher gefüllt sind, geben sie nicht viel auf die Unkenrufe der Konjunkturforscher.

Deutschland scheint ein Fels in der Brandung: Binnenkonsum und Verbraucherstimmung blieben hierzulande selbst während des Höhepunktes der Euro-Krise erstaunlich stabil. Unternehmen schoben zwar Investitionen trotz voller Auftragsbücher sicherheitshalber erst einmal auf und wappneten sich mit hohen Cash-Reserven für unruhige Zeiten - doch inzwischen haben viele genug davon, ihre Wachstumspläne auf Eis zu legen.

"Es ist an der Zeit, uns endlich vom mentalen Mühlstein der außergewöhnlich tiefen Rezession des Jahres 2009 zu lösen", brachte Thomas Lindner, Präsident des Maschinenbauverbands VDMA, die Stimmung im mittelständischen verarbeitenden Gewerbe kürzlich bei einem Branchentreff in Frankfurt auf den Punkt. Konjunkturelle Auf- und Abschwünge seien etwas ganz Normales, mit dem Unternehmer in der Industrie souverän umgehen können müssten. In vielen Ländern und Regionen könnten die deutschen Maschinenbauer trotz eines generell schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeldes die Exporte steigern, so Lindner.

Unternehmen sind für die Krise gewappnet - und die Stimmung steigt

Der Kampfgeist wächst nicht nur bei den Maschinenbauern: Der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex zeigt kurz vor den Feiertagen eine deutliche Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft.

An den Prognosen der Wirtschaftsforscher wird das kaum liegen. Die Wirtschaftsforschungsinstitute sind sich mal wieder alles andere als einig, wie es 2013 weitergeht - während viele die deutsche Wirtschaft nur knapp an der Rezession vorbeischrammen sehen, trauen andere ihr fast 2 Prozent Wachstum zu. Bundesbank, Bundesregierung sowie die Forschungsinstitute RWI und IfW korrigierten ihre Konjunkturwetten für 2013 gerade noch einmal um ein paar Zehntel-Prozentpunkte nach unten, das IMK hingegen erhöhte um 0,4 Prozentpunkte.

Das ifo-Institut erspart sich permanente Prognosekorrekturen und sagt lieber gleich ein "Unsicherheitsintervall" zwischen minus 0,6 und plus 2,0 Prozent vorher - mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei Dritteln wird das Ergebnis schon irgendwo in der Mitte liegen. Bei plus 0,7 Prozent vielleicht. Wenn, ja wenn nicht die Euro-Schuldenkrise wieder eskaliert. Wenn die Verbraucher weiter so ungewöhnlich optimistisch bleiben. Und wenn die Unternehmen die Unsicherheit der vergangenen Monate tatsächlich abschütteln können und wieder Mut zu Investitionen zeigen.

Die Karten für 2013 sind gemischt - darunter finden sich einige Joker, die Hoffnung auf einen Wachstumsschub machen. Und mancher Schwarze Peter, der die deutsche Wirtschaft aus dem Spiel werfen könnte.

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