Mittwoch, 29. Juli 2015

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ZEW-Index Dezember Zuversicht der Finanzprofis steigt wieder

Entspannung an der Börse: Bei den Finanzprofis überwiegt vorweihnachtlicher Optimismus

Das Vertrauen der Finanzexperten in die deutsche Wirtschaft ist zurück: Der ZEW-Index ist im Dezember außergewöhnlich stark auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr gestiegen. Im Vormonat hatte der Indikator noch deutlich nachgegeben.

Berlin/Mannheim - Das ZEW-Barometer für die Entwicklung der Konjunktur in den kommenden sechs Monaten kletterte im Dezember auf plus 6,9 von minus 15,7 Punkten, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung zu seiner Umfrage unter Analysten und Anlegern mitteilte. Das ist der beste Wert seit Mai. Ökonomen hatten im Schnitt mit einer Verbesserung auf minus 12,0 Punkte gerechnet.

"Zwar wird die Abkühlung der Konjunktur der letzten Monate auch in das Jahr 2013 hineinreichen, jedoch bleibt Deutschland nach derzeitigem Stand der Dinge eine Rezession erspart", sagte ZEW-Chef Wolfgang Franz. Bedingung hierfür sei aber, dass sich die Euro-Krise nicht noch einmal verschärfe.

"Der deutliche Anstieg des Indikators drückt die Erwartung der Finanzmarktexperten aus, dass sich die Konjunktur in Deutschland bis zum Frühsommer 2013 stabilisiert", kommentierte das ZEW weiter. Allerdings deute der Stand des Indikators knapp über der Nulllinie eher auf eine Bodenbildung als auf einen Konjunkturaufschwung hin.

Konjunkturelle Lage wird ebenfalls besser bewertet

Die Lage bewerteten die Experten ebenfalls besser als im Vormonat: Dieses Barometer stieg von 5,4 auf 5,7 Punkte. Ökonomen hatten 5,0 Zähler vorausgesagt.

Die Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone legten ebenfalls zu, allerdings nicht ganz so stark wie für Deutschland. Der Indikator erhöhte sich um 10,2 Punkte auf 7,6 Zähler. Die Lagebeurteilung für den Währungsraum änderte sich wie die deutsche Kennziffer nur marginal. Sie stieg um 0,4 Punkte auf 79,9 Zähler.

Die Bundesbank sagt der deutschen Wirtschaft für Ende 2012 ein leichtes Schrumpfen voraus und erwartet im ersten Quartal eine Stagnation. Auch für das Gesamtjahr 2013 erwarten die Notenbanker nur einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,4 Prozent. Die Bundesregierung hingegen rechnet mit einem Plus von einem Prozent.

mg/rtr/dpa-afx

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