Konjunkturmanager magazin RSS  - Konjunktur

Alle Artikel und Hintergründe


13.11.2012
Twitter GooglePlus Facebook

ZEW-Index
Skepsis der Börsenprofis steigt wieder

Händler an der Frankfurter Börse: Die zuletzt gesunkenen Auftragseingänge in der Industrie verstimmen die Experten
REUTERS

Händler an der Frankfurter Börse: Die zuletzt gesunkenen Auftragseingänge in der Industrie verstimmen die Experten

Finanzexperten blicken wieder mit mehr Sorge auf die deutsche Wirtschaft. Nach zwei Anstiegen in Folge ist der ZEW-Index im November überraschend gesunken.

Mannheim - Die Zuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im November überraschend eingetrübt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sanken um 4,2 Punkte auf minus 15,7 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner Umfrage unter 263 Anlegern und Analysten mit mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf minus 10 Punkte gerechnet.

Der jüngste Rückgang der Konjunkturerwartungen folgt auf zwei Anstiege in Folge. Das ZEW führt die schlechtere Stimmung vor allem auf Frühindikatoren wie die Auftragseingänge in der Industrie zurück, die zuletzt schwach ausgefallen waren. "Die im Euro-Raum vorherrschenden rezessiven Entwicklungen strahlen über den Außenhandels- und Vertrauenskanal auf die deutsche Volkswirtschaft aus. Dies dürfte die Konjunktur in Deutschland in den nächsten sechs Monaten belasten", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Auch die Lage bewerteten die Experten schlechter als im Vormonat: Dieses Barometer fiel um 4,6 auf 5,4 Punkte. Ökonomen hatten plus 8 Zähler vorausgesagt.

ZEW-Daten belasten Dax und Euro

Die Entwicklung in der Euro-Zone fällt etwas moderater als in Deutschland aus. Der Erwartungsindex sinkt leicht um 1,2 Punkte auf minus 2,6 Zähler, die Lagekomponente gibt geringfügig um 0,9 Punkte auf minus 80,3 Zähler nach.

Die Finanzmärkte reagierten negativ auf die Umfrageergebnisse: Der Euro Chart zeigen fiel nach der Veröffentlichung auf sein Tagestief bei 1,2662 Dollar, der Dax Chart zeigen weitete seine Verluste aus. Sichere Anlagen wie deutsche Staatsanleihen erhielten Zulauf.

Für die am Donnerstag anstehenden Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für das abgelaufene dritte Quartal erwarten Ökonomen nur noch ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent. Im vierten Quartal könnte die Wirtschaftsleistung sogar erstmals seit Ende 2011 schrumpfen. Nach Einschätzung der von ZEW-Chef Franz geleiteten Wirtschaftsweisen ist damit aber die konjunkturelle Talsohle erreicht.

mg/dpa-afx

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Fuchs-Petrolub-Chef Stefan Fuchs
"Verzicht auf Kredite hat uns schon einmal gerettet"
Folge der Sanktionen
Deutsche Russland-Exporte brechen drastisch ein
Wirtschaftliche Entwicklung
Europa - der zerstückelte Kontinent
mm-Konjunktur-Indikator
Abkühlung, doch kein Grund zur Panik

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?