Mittwoch, 1. April 2015

September Produktion in Deutschland fällt zurück

Weniger Output: Vor allem die deutsche Industrie hat im September weniger Güter produziert

Deutsche Unternehmen haben im September weniger produziert. Die Industrie fuhr ihre Produktion am stärksten herunter. Ökonomen erwarten nun, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal schrumpfen wird.

Berlin - Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im September wegen der Auftragsflaute überraschend stark gedrosselt. Sie stellten 1,8 Prozent weniger her als im Vormonat, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet, nachdem es bereits im August ein Minus von 0,4 Prozent gegeben hatte. Im gesamten dritten Quartal stellten die Unternehmen trotzdem 0,7 Prozent mehr als im Vorquartal. Für das Jahresende zeichnet sich allerdings ein Minus ab.

Wegen der schwachen Nachfrage aus der kriselnden Euro-Zone waren die Industrieaufträge im September mit 3,3 Prozent so stark eingebrochen wie seit einem Jahr nicht mehr. "Die Industrieproduktion für das Jahresschlussquartal ist durch die schwache Bestelltätigkeit vorbelastet", schrieb das Ministerium.

Ökonomen gehen deshalb davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal schrumpfen wird. Das hat es zuletzt Ende 2011 gegeben. Für das dritte Vierteljahr dürfte es einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen zufolge noch zu einem Plus von 0,2 Prozent gereicht haben. Eine erste offizielle Schätzung veröffentlicht das Statistische Bundesamt nächste Woche.

Die Industrie fuhr ihre Produktion im September mit 2,3 Prozent am stärksten herunter. Die Energieerzeugung wurde um 0,3 Prozent gedrosselt. Die Baubranche stellte dagegen 2,7 Prozent mehr her.

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