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26.10.2012
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GfK-Konsumklima
Kauflaune auf Fünfjahreshoch

Einkaufszentrum in Berlin: Die Rezessionsängste schwinden
ECE, Linden-Center, Berlin

Einkaufszentrum in Berlin: Die Rezessionsängste schwinden

Was für ein Kontrast: Während sich die Stimmung in deutschen Unternehmen zunehmend abkühlt, ist das Konsumklima auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen. Dafür sorgt vor allem der stabile Arbeitsmarkt. Viele planen größere Anschaffungen.

Berlin - Die Kauflaune der deutschen Verbraucher ist so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Konsumklima im November kletterte um 0,2 auf 6,3 Punkte, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung mit. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2007. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Wert von 5,9 Zählern erwartet. "Die Verbraucher trotzen bislang den aufziehenden Konjunkturwolken", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Sie schätzen sowohl die Aussichten für die Konjunktur als auch für ihr Einkommen besser ein und wollen mehr Geld für größere Anschaffungen locker machen.

Die Stimmung der Konsumenten steht damit in starkem Kontrast zu der in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft. Dort trübte sie sich im Oktober bereits den sechsten Monat in Folge ein und ist nun so schlecht wie seit Februar 2010 nicht mehr.

Während die Manager wegen der Schuldenkrise in Europa und der schwächeren Weltkonjunktur immer pessimistischer werden, blicken die Verbraucher optimistischer nach vorn: Ihre Konjunkturerwartungen hellten sich bereits den zweiten Monat in Folge auf. Dieser Index kletterte um 1,4 auf minus 15,8 Punkte. "Die Rezessionsängste, die im Sommer dieses Jahres noch überaus stark erkennbar waren, sind leicht rückläufig", sagte Bürkl.

Shoppen statt sparen

Nach zuvor drei Rückgängen zogen die Einkommenserwartungen kräftig an: Dieses Barometer kletterte um sechs auf 29,9 Punkte. "Zusammen mit einer positiven Entwicklung der Löhne, die auch real ein Plus verzeichnen, ist der Arbeitsmarkt gegenwärtig die entscheidende Stütze", sagte Bürkl. "Zudem ist die Inflationsrate im September geringfügig gefallen und setzt so ein positives Signal im Hinblick auf die Entwicklung der Kaufkraft."

Aus diesen Gründen wollen die Verbraucher auch mehr Geld für teure Anschaffungen ausgeben. Hinzu kommt eine geringe Sparneigung. "Anhaltende Verunsicherung im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Bankenlandschaft in Verbindung mit einem historisch niedrigen Zinsniveau ist keine gute Voraussetzung, Spareinlagen zu bilden", sagte Bürkl. "Stattdessen tendieren die Verbraucher dazu, ihre finanziellen Mittel eher in werthaltige Anschaffungen zu investieren als bei der Bank anzulegen." Das Barometer für die Anschaffungsneigung legte um 0,8 auf 33,9 Zähler zu.

Nach Prognose der Bundesregierung wird der private Konsum in diesem Jahr um 1,0 Prozent zulegen. 2013 sollen es dann 1,1 Prozent sein. "Der Konsum spielt für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland eine zunehmend wichtigere Rolle", sagte Bürkl. "Da aufgrund der weltweiten Konjunkturabschwächung die Ausfuhren einen Dämpfer erhalten werden, ist eine rege Konsumkonjunktur eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Deutschland nicht in eine Rezession rutscht."

mahi/rtr

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