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16.10.2012
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ZEW-Konjunkturerwartungen
Zuversicht für deutsche Konjunktur steigt

Arbeiter in einer Werkshalle: Die Stimmung unter deutschen Finanzexperten hat sich trotz allerlei Krisengerede aufgehellt.
dapd

Arbeiter in einer Werkshalle: Die Stimmung unter deutschen Finanzexperten hat sich trotz allerlei Krisengerede aufgehellt.

Es ist ein deutliches Zeichen in dem Reigen aus Euro-, Schulden- und Wirtschaftkrise: Unter Finanzprofis wächst die Zuversicht für die deutsche Konjunktur. Die ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich zum zweiten Mal in Folge aufgehellt. Doch es gibt einen Wermutstropfen.

Mannheim - Im Oktober hat sich die die Zuversicht deutscher Finanzexperten angesichts gesunkener Konjunkturrisiken stärker als erwartet aufgehellt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen stiegen um 6,7 Punkte auf minus 11,5 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) heute mitteilte. Volkswirte hatten mit einem geringeren Anstieg auf minus 14,9 Punkte gerechnet.

Dies ist der zweite Anstieg in Folge. Zuvor war der Indikator vier Monate in Serie gefallen. "Der gestiegene Saldo des Indikators zeigt, dass sich die konjunkturellen Risiken für Deutschland aus Sicht der Finanzmarktexperten etwas reduziert haben", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten habe in den letzten Wochen abgenommen.

Lagebewertung trübt sich ein

Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel hingegen ungünstiger aus als im Vormonat. Der Indikator sank um 2,6 Punkte auf 10,0 Zähler. Hier hatten die Volkswirte einen Wert von 11,8 Punkten erwartet.

Die Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone haben sich indessen nur leicht aufgehellt. Der entsprechende Indikator stieg um 2,4 Punkte auf 1,4 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage fiel hingegen um 3,1 Punkte auf 79,4 Punkte.

Das ZEW befragt monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger. Der Euro-Kurs Chart zeigen stieg nach den Daten kurzzeitig bis auf 1,3014 US-Dollar, fiel aber wieder unter die Marke von 1,30 Dollar zurück. Die Aktienmärkte reagierten kaum.

wed/dpa/rtr

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