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02.10.2012
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Drogeriekette Schlecker
Fast jede dritte Schlecker-Frau hat einen neuen Job

Von Cornelia Knust

Geschlossene Schlecker-Filiale in Mainz: 7100 Schlecker-Frauen haben inzwischen einen neuen Job
dapd

Geschlossene Schlecker-Filiale in Mainz: 7100 Schlecker-Frauen haben inzwischen einen neuen Job

Vier Monate nach dem Aus bei Schlecker sind zwei Drittel der Verkäuferinnen noch auf Jobsuche. Handelsverband und Arbeitsagentur geben sich zufrieden, Verdi spricht von einer erschreckenden Bilanz. Sogar das Bild vom Arbeitgeber Schlecker wandelt sich - wenn man es mit neuen, oft prekären Angeboten vergleicht.

München - Man muss noch manchmal an sie denken. Die lange Dünne, die immer vor dem Schaufenster rauchte und in ihr Handy schrie. Die kleine Dunkle, die in dem grell erleuchteten Verkaufsraum stets etwas verloren wirkte. Was mag aus ihnen geworden sein?

Milchige Plastikfolien verhüllen seit Monaten die Scheiben des Schlecker-Ladens in der Münchner Kolumbusstraße. Und die Frauen die man hier jahrelang bei der Arbeit betrachten konnte, sind in einem Nebel verschwunden. Man erinnert noch, dass es irgendwie peinlich war, vor ihren Augen die letzten verramschten Waren aus dem Geschäft zu tragen.

"Wir sind eigentlich zufrieden", sagt ein Sprecher der Bundesarbeitsagentur in Nürnberg. 23.257 Schlecker-Mitarbeiter (94 Prozent davon Frauen) hätten sich seit der Insolvenz der Drogeriemarktkette arbeitslos gemeldet. Das waren schon mal gar nicht alle der 27.000 Kündigungen, stellt er fest. Vermutlich hätten Mitarbeiterinnen in Ballungsräumen sofort wieder neue Arbeit gefunden.

Von denen, die sich arbeitslos gemeldet haben, seien aktuell (per 26. September) 9200 nicht mehr arbeitslos: davon seien 7100 in einer anderen Beschäftigung, der Rest vermutlich krank oder in Rente. 9300 befänden sich in einer Fortbildung.

Kündigungen in zwei Wellen

Die Kündigungen nach dem Insolvenzantrag des Unternehmers Anton Schlecker Ende Januar kamen in zwei Wellen. Die erste Hälfte Anfang April dieses Jahres wurde per Sozialauswahl aus dem Unternehmen entlassen. Von diesen im Schnitt jüngeren und flexibleren Personen seien schon rund 40 Prozent vermittelt, sagt der Sprecher der Bundesarbeitsagentur.

Die zweite Hälfte kam dann ab 1. Juni, als die endgültige Abwicklung des Unternehmens beschlossen war und es auch die älteren oder kinderreichen Mitarbeiter traf. Hier hat erst jede fünfte Frau eine neue Arbeit.

"In Mecklenburg-Vorpommern dürfte es schwieriger sein als in München", sagt der Sprecher (man denkt voll Zuversicht an die lange Dünne und die kleine Dunkle). Gerade auf dem Land sei oft in der Nähe kein vergleichbarer Arbeitgeber zu finden, und nicht jede Frau sei räumlich und zeitlich so flexibel. Aber insgesamt sei der Stellenzugang im Einzelhandel derzeit erfreulich, und die Aussichten auf das Weihnachtsgeschäft ließen hoffen.

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