Samstag, 1. August 2015

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Dürre in den USA Getreide bis zu 220 Prozent teurer

Teurer Mais: Insgesamt sind die Nahrungsmittelpreise im Juli um 10 Prozent gestiegen

Die Dürre in den USA und Osteuropa hat die Preise für Lebensmittel im Juli weltweit in die Höhe katapultiert. Besonders in Afrika waren Mais und Hirse für die Bevölkerung kaum mehr bezahlbar.

Frankfurt am Main - Die Lebensmittelpreise sind nach Angaben der Weltbank im Juli weltweit um 10 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Wegen der Trockenheit in den Hauptanbaugebieten in den USA und in Osteuropa hätten die Preise für Mais und Sojabohnen Höchststände erreicht, heißt es im jüngsten Bericht der Weltbank-Gruppe zu den Nahrungsmittelpreisen. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Preise demnach 6 Prozent höher als vor einem Jahr.

Der Preisanstieg gefährde die Gesundheit und das Wohlergehen von Millionen Menschen, erklärte der Präsident der Weltbank-Gruppe, Jim Yong Kim. Besonders betroffen sei vermutlich der Nahe Osten, aber auch Menschen in anderen Ländern, in denen die Getreidepreise sprunghaft gestiegen seien.

In einigen Länder Afrikas habe es ganz drastische Steigerungen gegeben. In Mosambik etwa sei der Mais-Preis im ersten Quartal um 113 Prozent gestiegen. In der Sahelzone und in Ostafrika sei Hirse drastisch teurer geworden, im Südsudan etwa um 220 Prozent, im Sudan um 180 Prozent.

Die Weltbank verweist aber auch darauf, dass die Preisentwicklung im vergangenen Jahr schon großen Schwankungen unterworfen war. Der kontinuierliche Preisanstieg zwischen Mitte 2010 und Februar 2011 sei zum Stillstand gekommen. Im April dieses Jahres etwa seien die Preise gestiegen, im Mai und Juni gesunken, im Juli wieder stark angestiegen.

mg/dapd

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