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15.11.2011
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ZEW-Index

Finanzprofis erwarten Abschwung

"Probleme wie Mehltau": Der Welthandel schwächt sich ab
DPA

"Probleme wie Mehltau": Der Welthandel schwächt sich ab

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im November stärker als erwartet eingetrübt. Die Erwartungen sind zum neunten Mal in Folge gesunken - vor allem auf Grund der nicht bewältigten europäischen Schuldenkrise.

Mannheim - Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien im November um 6,9 Punkte auf minus 55,2 Zähler gefallen, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Von der Finanznachrichtenagentur DPA-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem schwächeren Rückgang auf minus 52,5 Punkte gerechnet. Auch die Lagebeurteilung gab weiter nach. Sie sank um 4,2 Punkte auf 34,2 Zähler und lag damit über den Markterwartungen im positiven Bereich.

Mit dem abermaligen Rückgang sind die ZEW-Konjunkturerwartungen nun zum neunten Mal in Folge gesunken. Zudem haben sie sich noch weiter von ihrem historischen Mittelwert bei 25,0 Punkten entfernt. Es ist der tiefste Stand der Erwartungskomponente seit Oktober 2008.

Das ZEW begründet die schlechte Stimmung der Experten vor allem mit den Regierungskrisen in Italien und Griechenland. "Der Welthandel schwächt sich ab und die Schuldenproblematik im Euroraum und in den Vereinigten Staaten legt sich wie Mehltau auf die Konjunktur", kommentierte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Diese Risiken könnten noch gewichtiger werden, was das Wachstum in Deutschland weiter beeinträchtigen dürfte."

Für den Euro-Raum ergibt sich ein ähnliches Bild wie für Deutschland. Hier gaben die Konjunkturerwartungen um 7,9 Punkte auf minus 59,1 Zähler nach. Die Lageeinschätzung sank um 8,1 Punkte auf minus 39,8 Zähler. Für den ZEW-Index befragt das Mannheimer Institut monatlich bis zu 350 Finanzexperten und ermittelt die Differenz zwischen den positiven und den negativen Erwartungen für die künftige Wirtschaftsentwicklung.

ak/dpa-afx

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