Freitag, 25. Mai 2018

Ökonomischer Nutzen von Flüchtlingen Wie Flucht die schwedische Wirtschaft voranbringt

Hoffnung aus Übersee: Auch die schwedische Bevölkerung altert - die Rentenfinanzen gelten aber als stabil

In der deutschen Debatte um den richtigen Umgang mit Flüchtlingen kann der Blick auf Schweden helfen. Das nordeuropäische Land nimmt schon seit Jahren kontinuierlich Flüchtlinge in der Dimension auf, die für Deutschland nun im Extremfall erwartet wird.

Seit 2005 wandern jährlich gut 50.000 Menschen mehr ein als aus. Flucht ist ein Faktor unter mehreren der Einwanderung (der wichtigste ist der Nachzug von Familienangehörigen), aber ein großer. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 80.000 Asylanträge in Schweden gestellt, und knapp die Hälfte davon bewilligt.

So hat das skandinavische Land etliche Menschen vor allem aus armen Ländern wie Irak, Afghanistan oder Somalia aufgenommen. Aktuell ist neben Syrien auch Eritrea ein wichtiges Herkunftsland. Alle Syrer, die das Land erreichen, erhalten sofort eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung.

Begründet wird die liberale schwedische Politik - von sozialdemokratischen ebenso wie von konservativen Regierungen - mit humanitärer Hilfe. Nebenbei bringt sie aber auch wirtschaftlichen Nutzen. Manche Landkreise haben mit hoch qualifizierten Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien schon schnelle Abhilfe gegen den Ärztemangel gefunden.

Doch natürlich stehen die positiven Beispiele nicht für das Gesamtbild. Die Hilfe kostet auch etwas.

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