Montag, 20. August 2018

Pub-Sterben in Großbritannien Bier im Pub wird für Briten unerschwinglich

Camilla und Charles: Sie können sich das Pint noch leisten
Getty Images
Camilla und Charles: Sie können sich das Pint noch leisten

Mehr als die Hälfte der Briten hält die Bierpreise im Pub für nicht mehr bezahlbar. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, die im Auftrag der Lobby-Organisation Camra (Campagin for Real Ale) durchgeführt wurde. Auf die Frage, ob das Pint in einem britischen Pub erschwinglich ist, antworteten 45 Prozent der Befragten mit "eher unerschwinglich" und elf Prozent gar mit "höchst unerschwinglich".

Dem "Guardian" zufolge kostet ein Pint (rund 0,5 Liter) in London derzeit durchschnittlich 5,20 Britische Pfund (rund 5,8 Euro), außerhalb der Hauptstadt müssen Pub-Besucher 3,50 Pfund auf den Tresen legen.

Schuld daran sind nach Ansicht von Camra vor allem die verschiedenen Abgaben, die in Großbritannien auf alkoholische Getränke in Pubs erhoben werden. "Biertrinker werden sich naturgemäß nach günstigeren Wegen umsehen, wie zum Beispiel den Einkauf beim Spirituosenhändler und Supermarkt für Zuhause", sagte die Camra-Vorsitzende Jackie Parker einer Mitteilung zufolge. Bereits im Herbst sollen die Abgaben pro Pint erneut um zwei Pennys steigen.

Die Zahl der Pubs in Großbritannien nimmt seit Jahrzehnten stetig ab. Dem Branchenverband British Beer and Pub Association zufolge liegt das an den stark gestiegenen Bierpreisen. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist der Preis für ein Pint im Pub demnach um rund 28 Prozent nach oben geklettert.

la/dpa/reuters

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