Freitag, 29. Juli 2016

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Hellas einigt sich mit Gläubigern 12 Milliarden Euro für griechische Banken

Griechischer Premier Tsipras, Finanzminister Tsakalotos: Die griechischen Banken brauchen dringend frische Milliarden - nun hat Tsipras die Bedingungen der Geldgeber für die Auszahlung, darunter die Pfändung von Immobilienbesitz, akzeptiert

Das Ultimatum der Gläubiger hat gewirkt: Griechenland hat die Bedingungen der Geldgeber für die Freigabe weiterer Hilfsmilliarden akzeptiert. Nun kann das Geld für die Rettung der griechischen Banken fließen.

Griechenland hat nach eigenen Angaben mit seinen internationalen Gläubigern eine Einigung über die Freigabe von zwölf Milliarden Euro aus dem dritten Rettungspaket erzielt. "Wir haben eine Einigung über alles gefunden", teilte der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos am frühen Dienstagmorgen in Athen mit. Damit sei der Weg geebnet, damit die dringend benötigte Kredittranche sowie Hilfe für die angeschlagenen Banken am Freitag freigegeben werden könnten.

Der Einigung waren Marathonverhandlungen mit Vertretern der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) vorausgegangen.

Athen wartet bereits seit fast einem Monat auf die zugesagte Kredittranche, hatte aber bislang noch nicht alle Auflagen der internationalen Gläubiger erfüllt.

Gestritten wurde zuletzt vor allem über die Pfändung von Immobilienbesitz überschuldeter Haushalte. Die Gläubiger pochten darauf, dass die angeschlagenen Banken durch Zwangsversteigerungen Geld erhalten, wenn die Privathaushalte ihre Haus- oder Wohnungskredite nicht abbezahlen. Die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsirpas stemmte sich dagegen, viele Familien mit niedrigen Einkommen auf die Straße zu setzen.

Am Montag vergangener Woche hatten die Euro-Finanzminister den Griechen eine Woche Zeit für eine Einigung mit den Institutionen gegeben.

la/dpa/reuters

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