Samstag, 15. Dezember 2018

Ende des Hilfsprogamms Warum Griechenland noch einmal 15 Milliarden Euro bekommt

Passantin in Athen: Letzte Hilfstranche vom ESM

Das hoch verschuldete Griechenland hat seine letzte Hilfstranche in Höhe von 15 Milliarden Euro erhalten. Der Euro-Rettungsschirm ESM bestätigte die Auszahlung am Montag in Luxemburg. 9,5 Milliarden Euro sollen demnach zum Aufbau eines Kapitalpuffers für die Zeit nach Ende des internationalen Hilfsprogramms dienen. Der Rest soll zur Schuldentilgung verwendet werden.

Griechenland wurde seit 2010 mit internationalen Krediten vor der Pleite bewahrt. Im Gegenzug musste Athen ein striktes und umfassendes Spar- und Reformprogramm umsetzen. Im laufenden dritten Hilfsprogramm standen theoretisch bis zu 86 Milliarden Euro zur Verfügung, rund 62 Milliarden Euro wurden dem ESM zufolge ausgezahlt.

Griechenland: Das Ende der Krise ... zumindest offiziell

Das Hilfsprogramm endet am 20. August, dann muss das Land sich wieder selbst finanzieren. Mit der letzten Auszahlung verfügt Griechenland dem ESM zufolge über einen Kapitalpuffer in Höhe von rund 24 Milliarden Euro. Damit könnte das Land sich im äußersten Fall etwa 22 Monate über Wasser halten.

Griechenland verzeichnete nach Jahren der Krise zuletzt wieder Wirtschaftswachstum. In Athen türmt sich mit rund 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) jedoch immer noch ein erheblicher Schuldenberg.

la/dpa

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