Montag, 25. Juli 2016

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"Fixit" kommt wieder auf die Agenda Warum Finnlands Krise jetzt den Euro in Gefahr bringt

Finnland in der Krise: Versetzungsgefahr für den Euro-Musterschüler
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DPA

Euro-Krise - verdächtig lange nicht gehört, oder? Tatsächlich, gelöst war das Problem nie. Und glaubt man dem Wirtschaftskolumnisten Ambrose Evans-Pritchard vom britischen "Telegraph", dann droht der Währungsunion jetzt wirklich die Zersetzung. Und zwar aus ungewohnter Richtung.

Das finnische Parlament hat nach einer erfolgreichen Petition Anhörungen über das Für und Wider eines Euro-Austritts und die Rückkehr zur (finnischen) Mark für 2016 angesetzt.

Das Schlagwort "Fixit" für den finnischen Euro-Exit kursierte zwar schon vor Jahren. Damals ging es aber um den Unmut des Nordlands darüber, als vermeintlich starker Zahlmeister die Schulden der vermeintlich schwachen Südländer übernehmen zu müssen.

Inzwischen steckt Finnland selbst in seinem vierten Rezessionsjahr, sogar die Firma des Weihnachtsmanns ist pleite. Der Staat hat 2014 die Defizitgrenze des europäischen Stabilitätspakts gerissen und in diesem Jahr sicher auch das Limit für den angehäuften Schuldenstand von 60 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Der neu zum Premier gewählte Unternehmer Juha Sipilä wandte sich im September mit einer Fernsehansprache an sein Volk - was in Finnland einmal in 20 Jahren vorkommt, wenn "die Lage des Landes außergewöhnlich ernst" ist.

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