Samstag, 16. Dezember 2017

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EU-Visionär will den Euro für alle EU-Staaten Der Juncker-Check - sind diese Länder reif für den Euro?

7. Teil: Ungarn wendet sich ab

Pro-EU-Demonstration in Budapest

Ungarn ist politisch am weitesten von der Rest-EU entfernt. Präsident Viktor Orban gibt den nationalistischen Hardliner und ignoriert europäische Vorgaben bewusst. Für die Landeswährung Forint, die zuletzt noch spürbar abwertete, sollen im kommenden Jahr neue Banknoten gedruckt werden.

Beitrittskriterien: Die Staatsverschuldung liegt mit 74,1 Prozent über der Maastricht-Grenze von 60 Prozent, wenn auch unter derjenigen vieler etablierter Euro-Staaten. Eine Annäherung wäre zu schaffen.

Euro-Stimmung: Die ungarische Gesellschaft ist wie die polnische gespalten, was Europa und den Euro angeht - aber mit umgekehrtem Stimmungsbild. 57 Prozent hätten den Euro gerne, 39 Prozent lehnen ihn ab.

Anders jedoch sieht das die politische Führung. Orban sieht den Forint als "stabil und stark für die nächsten paar Jahrzehnte".

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