Freitag, 15. Dezember 2017

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EU-Visionär will den Euro für alle EU-Staaten Der Juncker-Check - sind diese Länder reif für den Euro?

6. Teil: Rumänien hat realistische Chancen

EU-Flagge vor dem rumänischen Parlament

Rumänien würde nach Polen die meisten Einwohner in die Währungsunion einbringen - und trotz tiefer politischer Gräben im Land welche mit unverbrauchter Euphorie für Europa.

Beitrittskriterien: Das langfristige Zinsniveau ist mit 3,86 Prozent im August das höchste unter allen EU-Staaten - aber ein eher selten betrachtetes Konvergenzkriterium. Inflation und Schuldenstand sind sehr niedrig, das Defizit wurde 2016 auf die im Maastricht-Vertrag geforderten 3,0 Prozent gebracht. Noch ein paar Jahre Stabilität, und einem Euro-Beitritt Rumäniens stünde wenig im Wege.

Euro-Stimmung: Die Rumänen sind auch noch Europameister der Euro-Begeisterung, mit 64 zu 30 Prozent laut Eurobarometer für den Beitritt, Tendenz steigend. Die Regierung will nur abwarten, bis die vom Maastrichter Vertrag nicht verlangte "reale Konvergenz" stattfindet, indem die armen Rumänen auf 60 Prozent des durchschnittlichen EU-Einkommens kommen. Das ist mit 59 Prozent fast erreicht. Rumänien dürfte in etwa fünf Jahren zu den ersten Ländern gehören, die auf Junckers Ruf antworten.

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